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A.C. Wals wieder ganz vorne
44 Teilnehmer bei der Freistil-Meisterschaft der Männer im Bezirk Inn-Chiem
Berchtesgaden (awi). 44 Teilnehmer aus acht Vereinen waren am Freitag Abend zur Internationalen Bezirksmeisterschaft in Berchtesgaden angetreten, um den Bezirks-Meister im freien Stil bei den Männern zu küren. Traditionell stark war der Österreichische Mannschaftsmeister A.C. Wals, der in fünf von sieben Gewichtsklassen Ringer auf das Treppchen brachte – und dabei drei mal den Sieger stellte. Der deutliche Erfolg in der Vereinswertung war die logische Konsequenz der kompakten Leistung. Dahinter folgten in der Vereinswertung die Bezirksvereine SC Anger und der TSV Trostberg, der schon im vergangenen Jahr mit einer erfreulichen Präsenz vertreten war (acht Ringer) und mit dem Gastgeber TSV Berchtesgaden die meisten Aktiven stellte. Der TV Traunstein, der SV Wacker Burghausen, der SC Anger sowie der österreichische Vertreter KG Vigaun/ Abtenau konnten sich je einmal in die Liste der Bezirksmeister eintragen. Erstmals standen nach einjähriger Abstinenz auch wieder Ringer des AC Bad Reichenhall bei einer Bezirksmeisterschaft auf der Matte. Insgesamt fehlten aber bei den meisten Vereinen die „großen Namen“, die in den Mannschaftskämpfen der vergangenen Jahre für die entsprechenden Erfolge sorgten. Das Niveau der fairen und verletzungsfreien Kämpfe war trotzdem ansprechend.
Die Gewichtsklassen im Einzelnen:
- 55 kg (3 Teilnehmer): Der Vigauner Robert Seiwald zeigte eine überzeugende Leistung und holte als Klassenjüngster einen mutig heraus gekämpften ersten Platz und ist eine der ganz großen Hoffnungen des österreichischen Traditionsvereins.
- 60 kg (11 TN): Wie erwartet zeigten sich das Traunsteiner Talent Ilja Vorobev, der Berchtesgadener Christoph Graßl und Routinier Michael Nachreiner (TSV Trostberg) als die stärksten Ringer der gut besetzten Gewichtsklasse. Vorobev setzte sich in seinem Pool in einem spannenden Kampf knapp gegen Nachreiner durch und schulterte im anschließenden Finale seinen Berchtesgadener Kontrahenten, gegen den er in der Schüler-Grenzland-Liga vor wenigen Monaten noch das Nachsehen hatte.
- 66 kg (6 TN): Einen tollen „Fight“ lieferten sich der spätere Sieger Thomas Hohendorf (SV Wacker Burghausen) und der mit einem deutlichen Gewichtsnachteil ausgestattete Juniorenringer des A.C. Wals Maximilian Außerleitner, der sich am Ende nach Punkten geschlagen geben musste. Gut mitgekämpft hatten auch Benedikt Argstatter (SC Anger) als Drittplatzierter und Alexander Petersen (Berchtesgaden) als Vierter.
- 74 kg (10 TN): Ein Blick auf die Liste der Starter machte schnell klar, wer den Titel unter sich ausmachen wird: Markus Fürmann (SC Anger), Andreas Hillebrand (TSV Berchtesgaden) und der Walser Georg Marchl hießen die „Kandidaten“. In dieser Reihenfolge standen die Ringer am Ende des Wettkampfes auf dem Treppchen und zeigten dabei insbesondere im direkten Vergleich Kämpfe auf einem technisch hoch stehenden Niveau, bei dem sich letztlich die Routine des Angerers Fürmann durchsetzte.
- 84 kg (4 TN): Die Gewichtsklasse war eine klare Sache des Walsers Bundesligaringers Philipp Crepaz der den Titel souverän vor jungen Ringern aus Anger und dem Reichenhaller Max Kononov gewann.
- 96 kg (7 TN): Erwartungsgemäß stand die Gewichtsklasse im Zeichen des Duells zwischen Trostbergs wieselflinken Kraftpaket Johannes Batt und dem Walser Shota Thurashvili, die sich im Finalkampf nichts schenkten. Der Walser war am Ende der „clevere“ Ringer, nachdem Batt bis kurz vor Schluss den Sieg selbst in der Hand hatte – am Ende fehlten nach einem letzten „Verzweiflungsangriff“ Batt's einige Sekunden für den Gewinn, der durchaus verdient gewesen wäre. Trostbergs Coach Alex Schrader, der seine Ringer wieder gut eingestellt hatte, musste sich nach der Niederlage Nachreiners (- 60 kg) ein weiteres mal ärgern.
- 120 kg (3 TN): Die Klasse war eine klare Sache für den zigfachen österreichischen Staatsmeister Radovan Valach, der im Schwergewicht bei den Bezirksmeisterschaften eine Klasse für sich ist und sich auch von Berchtesgadens Lokalmatador Hans Preinfalk nicht überlisten lies.
Der TSV Berchtesgaden hatte bei der auf zwei Matten ausgetragenen Meisterschaft für eine gute und reibungslose Abwicklung gesorgt. Die Kampfrichter, die bis auf eine Ausnahme aus dem Bezirk Inn-Chiem und dem SRSV (Salzburger Ringsport Verband) kamen, boten eine sichere Leistung und sorgten wie insbesondere das Wettkampfbüro um Bettina Maier für eine kompetente Abwicklung.
Ergebnisse:
- 55 kg (3 TN): 1. Robert Seiwald (Vigaun), 2. Stefan Wuchterl (Burghausen), 3. Alexander Krimmel (Reichenhall). - 60 kg (11): 1. Ilja Vorobev (Traunstein), 2. Christoph Graßl (Berchtesgaden), 3. Michael Nachreiner (Trostberg), 4. Mahsun Ersayn (Trostberg), 5. Wolfgang Heil (Berchtesgaden), 6. Wolfgang Aschauer (Berchtesgaden). - 66 kg (6): 1. Thomas Hohendorf (Burghausen), 2. Maximilian Außerleitner (Wals), 3. Benedikt Argstatter (SC Anger), 4. Alexander Petersen (Berchtesgaden), 5. Oliver Zitzler (Trostberg), 6. Ludwig Sandtner (Vigaun/ Abtenau). - 74 kg (10): 1. Markus Fürmann (Anger), 2. Andreas Hillebrand (Berchtesgaden), 3. Georg Marchl (Berchtesgaden), 4. Franz Krammer (Anger), 5. Jakob Rottenaicher (Trostberg), 6. Vitali Fritzler (Reichenhall). - 84 kg (4): 1. Philipp Crepaz (Wals), 2. David Kullak (Anger), 3. Lukas Koch (Anger), 4. Max Kononov (Reichenhall). - 96 kg (7): 1. Shota Turashvili (Wals), 2. Johannes Batt (Trostberg), 3. Gökan Tetik (Trostberg), 4. Josef Abler (Anger), 5. Mehmet Bayir (Trostberg), 6. Herbert Klabacher (Vigaun/ Abtenau). - 120 kg (3): 1. Radovan Valach (Wals), 2. Hans Preinfalk (Berchtesgaden), 3. Mario Peric (Wals).
Regionales Kräftemessen der Ringer
Internationale Bezirksmeisterschaften in Berchtesgaden am Freitag und Samstag
Sie läuten traditionell die Turniersaison der Ringer zu Beginn des Jahres ein: Die Internationalen Bezirksmeisterschaften die immer am ersten oder zweiten Wochenende im Januar stattfinden. Zugelassen sind Ringer der Vereine im Bezirk Inn-Chiem (SC Anger, TSV Berchtesgaden, SV Wacker Burghausen, AC Bad Reichenhall, TV Traunstein und der TSV Trostberg) sowie des Salzburger Ringsport Verbandes (Olympic Salzburg, KG Vigaun/ Abtenau und des A.C. Wals) mit dem die Meisterschaften seit vielen Jahren ausgeführt werden. In diesem Jahr richtet die regionalen Titelkämpfe im freien Stil der TSV Berchtesgaden in der „Rodlerhalle“ an der Schießstätte aus, die KG Vigaun/ Abtenau führt diese Ende April durch. Bereits am Freitag Abend (Beginn nach dem Abwiegen um cirka 19 Uhr) ringen die Freistilringer in der Altersklasse der Männer. In der Vergangenheit fehlten überwiegend die „großen Namen“ der regionalen Ringer. Bis auf wenige Ausnahmen wurde von den Vereinen die „Nachwuchsgarde“ entsandt, die sich gegeneinander messen sollte. Vereinzelt versuchten auch immer wieder „Ringer-Oldies“ ihr Glück auf der Matte, was immer wieder zu interessanten Duellen zwischen Jung und Alt führte. Daneben gab es in den vergangenen Jahren immer auch Duelle auf einem hohen technischen Niveau, wie beispielsweise der direkte Vergleich zwischen Johannes Batt (TSV Trostberg, blaues Trikot) und Shota Thurasvili (A.C. Wals). Gerade diese beiden Vereine treten mit Ringern an, die auch in den Ligawettbewerben des vergangenen Jahres zu den Leistungsträgern gehörten. Am Samstag ist dann deutlich mehr „Betrieb“ auf der Matte, wenn die Nachwuchsringer um die begehrten Titel des „Internationalen Bezirksmeisters“ kämpfen. Viele der jungen Kontrahenten kennen sich aus verschiedenen Turnieren oder der erst vor wenigen Wochen zu Ende gegangenen Schüler-Grenzland-Liga. Der Wettkampf am Samstag beginnt nach dem Abwiegen um circa 9 Uhr. Die Jugendringer kämpfen ihrer Wettbewerbe neben dem freien Stil auch im griechisch-römisch aus.

Um den Titel des Internationalen Bezirksmeisters kämpfen die regionalen Ringer am Freitag und Samstag in Berchtesgaden. Im Bild der in der letztjährigen Bayernligasaison mit einer imponierenden Leistung ungeschlagene Johannes Batt (TSV Trostberg, blaues Trikot) und sein Bezirksmeisterschafts-Dauerkonkurrent Shota Turashvili (A.C. Wals).
Gelungener Saisonabschluss für Trostbergs Ringer
25:10 gegen den TSV Aichach – Schrader: „Können schon zufrieden sein“
Es wurde eifrig diskutiert am Samstagabend in der Trostberger Alois-Böck-Turnhalle: Ist die Mannschaft schon reif für die Oberliga oder ist die Rückkehr in das bayerische Ringer-Oberhaus doch nur Wunschdenken? Sicherlich hat die Mannschaft Qualität, wie sie auch beim 25:10-Erfolg gegen den TSV Aichach vor 200 Zuschauern bewiesen hat, aber beantworten lässt sich die Frage erst, wenn man den Kader für die neue Saison genau benennen kann. Nach dem letzten Saisonkampf in der Bayernliga sieht es so aus, als ob das Team in der aktuellen Konstellation zusammen bleiben würde, aber jetzt ist erst mal die letzte Schlacht geschlagen und weitere Antworten wird es wohl erst in den ersten Wochen des neuen Jahres geben. „Wir können schon zufrieden sein mit der Saison“, meinte Trainer Alexander Schrader, der diesmal nicht selbst auf die Matte ging, um sich ganz auf das Coaching konzentrieren zu können. Nicht entgangen sein dürfte ihm, dass bei dem einen oder anderen seiner Schützlinge schon noch Luft nach oben ist, dass einige der jungen Athleten noch mitten in den Lehrjahren stecken. So erwischte etwa Mashun Ersayin keinen guten Tag, Jakob Rottenaicher hätte den Sack sicherer zukriegen können, Tetik Gökhan ließ sich gleich zu Beginn überraschen und Sinan Kurz verpasste um einen Punkt einen Überlegenheitssieg, hielt sich aber diesmal genau an die taktischen Vorgaben. Gerade aber auch die jungen Ringer waren es, die den Zuschauern in dieser Saison so viel Freude bereitet haben – Johannes Batt, der die ganze Saison über ungeschlagen blieb, gehört ja auch noch zu den jüngeren Kräften. Keine Mühe hatte Michael Nachreiner in der Eingangsklasse mit Artur Kazancev, gegen den er nach Rollen und Kippen schon haushoch führte, ehe er ihn mit einem Schulter-Dreh-Schwung in Runde drei aufs Kreuz legte. Einen umgekehrten Verlauf nahm das Freistil-Schwergewicht, in dem Mehmet Bayir trotz guten Kampfes in Runde drei entscheidend gegen den Ex-Traunsteiner Christian Pribil unterlag. Schlecht vorbereitete Angriffe, zu langes Zaudern in den entscheidenden Situationen – das wird im Ringen bestraft. Das musste Ersayin bei seiner Drei-Runden-Niederlage gegen den Alterskollegen August Oberhauser im Freistil-Bantam erfahren. Ebenfalls in drei Runden musste sich Christian Philipp im Greco-Halbschwer gegen den Ungarn Sandor Kanyasi ganz knapp geschlagen geben. „Es wäre schon etwas mehr drin gewesen, aber im letzten Kampf der Runde wollte ich keine Verletzung mehr riskieren“, so der Abteilungsleiter. Im Greco-Leicht brachte Kurz mit seinem bravourös erkämpften Drei-Runden-Erfolg gegen Florian Stöckelhuber die Gastgeber wieder auf 7:10 heran und Batt ließ die Gastgeber mit seinem Überlegenheitserfolg im Freistil-Mittel mit 11:10 in Front gehen. Anstatt die Überlegenheit des Trostbergers sportlich anzuerkennen, beklatschte Gegner Michael Meierhofer Aktionen von Batt einige Mal höhnisch – Kampfrichter Georg Handl wollte im letzten Kampf seiner Laufbahn offenbar keinen Stress mehr und beließ es bei Ermahnungen. Tobi Häusl errang im Freistil-Leicht gegen Alexandert Purkert einen eher sachlich erkämpften Drei-Runden-Sieg, während Gökan im Greco-Mittel erst mal eine Schrecksekunde überstehen musste, ehe er Max Noder mit einem Armzug auf die Bretter schickte. Am Ende der ersten Runde hätte Jakob Rottenaicher im Greco-Leicht Sebastian Ziegler fast geschultert, in Runde zwei demonstrierte er eine mustergültige Schleuder, aber Runde drei brachte er dann nur noch so mit Ach und Krach nach Hause, ehe Rainer Morasch mit einem Kopfzug gegen Sascha Sukalo dem Freistil-Welter ein blitzartiges Ende bereitete. Nach fünf Sekunden lag Sukalo auf der Schulter – der schnellste Sieg der Saison.
TSV Trostberg – TSV Aichach 25:10.
55 kg (G): Michael Nachreiner – Artur Kazancev 4:0 (Schultersieg beim Stand von 7:0, 7:0, 3:0), 60 kg (F): Mashun Ersayin – August Oberhauser 0:3 (0:1, 0:1, 0:3), 66 kg (G): Sinan Kurz – Florian Stöckelhuber 3:0 (3:0, 3:0, 4:0), 66 kg (F): Tobias Häusl – Alexander Purkert 3:0 (3:0, 4:0, 1:0), 74 kg (G): Jakob Rottenaicher – Sebastian Ziegler 3:0 (4:0, 4:0, 1:1), 74 kg (F): Rainer Morasch – Sascha Sukalo 4:0 (Schultersieg beim Stand von 3:0 nach 5 Sekunden), 84 kg (G): Tetik Gökan – Max Noder 4:0 (Schultersieg beim Stand von 6:3), 84 kg (F): Johannes Batt – Michael Meierhofer 4:0 (Technische Überlegenheit 5:1, 6:1, 4:0), 96 kg (G): Christian Philipp – Sandor Kanyasi 0:3 (0:1, 0:1, 0:2); 120 kg (F): Mehmet Bayir – Christian Pribil 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:6, 0:6, 0:3).
MB.

Sinan Kurz verpasste gegen Florian Stöckelhuber nur um einen Punkt einen Sieg mit technischer Überlegenheit.
Hohe Auswärtsniederlage beim ASV Hof
Trostberger Bayernliga-Ringer unterliegen mit 1 B-Aufstellung mit 11:26
Für die Bayernliga-Ringer endete auch die zweite Fahrt binnen einer Woche in den Landkreis Hof mit einer Pleite. Nach der Niederlage letzte Woche in Rehau kassierten die Trostberger am Samstag beim ASV Hof eine 11:26-Schlappe. Mit einer 1 B-Aufstellung kamen die Gäste nur zu vier Einzelerfolgen. Seinen 3:2-Vorrundesieg wiederholte Michael Nachreiner im Greco-Papiergewicht gegen Roman Walter, wobei der Trostberger nach den beiden ersten Runden schon wie der sichere Sieger aussah, dann aber doch über fünf Runden gehen musste. So lange wollte Alexander Schrader im Freistil-Schwergewicht nicht auf der Matte stehen. Mit einer Schleuder legte der Trostberger Trainer Maximilian Zauzig schon in der ersten Runde aufs Kreuz. Hatte Mashun Ersayin im Hinkampf gegen Matthias Hader noch die Oberhand behalten, so kostete ihm eine Unkonzentriertheit bei einem Beinangriff des Gegners jegliche Möglichkeit, denn Ersayin konnte sich anschließend aus der gefährlichen Lage nicht mehr befreien und musste aufs Blatt. Chancenlos war Mehmet Bayir im Greco-Halbschwer gegen den routinierten Filip Soukup und musste dem Hofer einen Überlegenheitssieg überlassen. Nach 1:7 in der ersten Runde musste Sinan Kurz gegen Riza Akbulut im Verlauf der zweiten Runde auf die Schultern und für Georg Batt war im Freistil-Mittel sogar schon nach 45 Sekunden der Kampf mit einer Schulterniederlage gegen Thorsten Preiß beendet. Über drei Runden machte Jakob Rottenaicher im Freistil-Leicht keinen schlechten Kampf, entscheidend durchsetzen konnte sich aber jeweils der Hofer, der pro Runde einen Punkt schrieb. Nur einen 1:0-Erfolg gab es für Tetik Gökan im Greco-Mittel gegen Martin Preiß. Der Trostberger war in allen drei Runden aktiver und entschied sich drei Mal für die Bodenlage. Preiß konnte dabei keine Wertung erzielen und so ging der Kampf ohne technischen Punkt an Gökan. Das Greco-Welter konnten die Trostberger nicht besetzten und im Freistil-Welter schrammte Rainer Morasch in Runde zwei knapp an einer Schulterniederlage vorbei. Letztlich siegt der Trostberger dann aber doch sicher mit 3:1. Abteilungsleiter Christian Philipp, der sich selbst eine Pause gönnte, findet: „Es wird Zeit, dass die Saison zu Ende geht, die Luft ist raus. Jetzt wollen wir gegen Aichach noch einen Heimsieg feiern. Und dann ist Schluss.“
ASV Hof – TSV Trostberg 26:11.
55 kg (G): Roman Walter – Michael Nachreiner 2:3 (0:2, 1:2, 1:0, 1:0, 0:1), 60 kg (F): Matthias Hader – Mahsun Ersayin 4:0 (Schultersieg beim Stand von 4:0), 66 kg (G): Riza Akbulut – Sinan Kurz (Schultersieg beim Stand von 7:1, 6:0), 66 kg (F): Burkhard Michaslski – Jakob Rottenaicher 3:0 (1:0, 1:0, 1:0), 74 kg (G): Andreas Luley – Trostberg unbesetzt (kampflos), 74 kg (F): Fabian Roderer – Rainer Morasch 1:3 (0:5, 7:2, 0:6, 1:3), 84 kg (G): Martin Preiß Tetik Gökan 0:1 (0:1, 0:1, 0:1), 84 kg (F): Thorsten Preiß – Georg Batt 4:0 (Schultersieg beim Stand von 4:0), 96 kg (G): Filip Soukup – Mehmet Bayir 4:0 (Technische Überlegenheit 7:0. 6:0, 6:0); 120 kg (F): Maximilian Zauzig – Alexander Schrader 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:4).
MB.

Alexander Schrader macht mit seinem Gegner kurzen Prozess.
Trostberg ersatzgeschwächt nach Hof
Heute letzter Auswärtskampf der Saison für die Bayernliga-Ringer
Zum letzten Auswärtskampf der Ringer-Bayernliga in dieser Saison fahren die Trostberger heute nicht bester Besetzung. „Wir werden in Hof nicht optimal aufstellen können“, verrät Abteilungsleiter Christian Philipp, der es als unglücklich empfindet, dass die beiden weitesten Auswärtsfahrten ausgerechnet am Saisonende anstehen. Letzte Woche in Rehau (Landkreis Hof), diesmal beim ASV Hof – da kann man nur von Glück reden, dass die Straßenverhältnisse bislang noch nicht allzu winterlich waren. Auch wenn noch kein Schnee liegt, ist es trotzdem nicht gerade ein Vergnügen, um diese Jahreszeit so weite Fahrten zu bewältigen. Ursprünglich war sogar mal angedacht worden, dass die Trostberger den Auswärtskampf in Hof einen Tag nach dem Kampf in Rehau bestreiten. Doch aus verschiedenen Gründen konnte dieser Plan nicht realisiert werden. Philipp: „Es wird Zeit, dass die Saison zu Ende geht. Wir freuen uns auf den letzten Heimkampf am kommenden Samstag gegen Aichach. Da werden wir noch einmal voll aufstellen können und hoffen dann auch auf einen positiven Abschluss einer Saison, die insgesamt gut für uns gelaufen ist.“ Auch wenn die Trostberger nicht in stärkster Besetzung nach Hof reisen, darf man in der Turnhalle der Beamtenfachhochschule beim Duell der Tabellennachbarn – der ASV ist hinter Trostberg Vierter - einige spannende Einzelkämpfe erwarten. So beispielsweise in der Gewichtsklasse bis 55 kg, wo mit dem Aufeinandertreffen von Roman Walter und Michael Nachreiner zu rechnen ist. Walter hat hier noch eine Rechnung offen, hat er doch in der Vorrunde nach einer 2:0-Führung noch 3:2 verloren. Hofs Trainer Ricco Zeh, dessen Mannschaft beim Hinkampf mit 13:26 böse untergegangen ist, hofft natürlich auf einen Heimerfolg, weiß aber auch: „Die Trostberger verfügen über genügend Potenzial, um uns in eigener Halle einen engen Kampf zu bescheren, aber wir können in Bestbesetzung antreten und werden den Oberbayern Paroli bieten”. Präsident Wolfgang Fleischer ergänzt: „Da ist schon was drin gegen Trostberg. Das wird ein heißer Tanz.“
MB.

Zu einer Neuauflage des Duells zwischen Roman Walter und Michael Nachreiner kommt es vermutlich heute in Hof.
Fünf Siege reichen Trostberg nicht
Ringer unterliegen in Rehau mit 16:21 – Vier Vierer sind eindeutig zu viel
Trostbergs Bayernliga-Ringer haben am Samstag im zwölften Saisonkampf die vierte Niederlage einstecken müssen. Beim Aufsteiger RSC Rehau zog die Mannschaft von Trainer Alexander Schrader mit 16:21 den Kürzeren. Ausschlaggebend dafür: Die Gäste mussten gleich vier Vierer abgeben. Ohne den verhinderten Tobi Häusl war es von Anfang an klar, dass es in Rehau nicht leicht werden würde. Dennoch wäre ein Erfolg möglich gewesen, gelangen den Trostbergern doch immerhin fünf Einzelerfolge. Am Ende stand für die Gäste nur ein Vierer durch Rainer Morasch auf dem Papier, während Sinan Kurz, Christian Philipp und Mehmet Bayir die volle Punktanzahl abgeben mussten. Das Greco-Welter konnten die Schrader-Schützlinge diesmal nicht besetzen. Mit einem ungefährdeten Arbeitssieg im Greco-Fliegengewicht brachte Michael Nachreiner die Oberbayern gegen Janik Rausch zunächst in Front, doch schon nach dem Freistil-Schwergewicht führten die Oberfranken: Fast 120 Kilogramm brachte Steven Schmidt auf die Waage – da war für Bayir einfach nichts zu holen. Einen guten Kampf machte Mashun Ersayin gegen Dimitri Fichter, der Häusl im Hinkampf alles abverlangt hatte. „Mashun hatte ein wenig Pech, dass seine Aktionen gerade nicht mehr durchkamen, während sein Gegner daraus Kapital schlagen konnte“, erklärte Abteilungsleiter Philipp den relativ deutlichen 3:0-Sieg des Rehauers. Ausschließlich Punkte im Standkampf fielen im Greco-Halbschwer beim Duell zwischen Patrik Karban und Schrader, wobei der Trostberger sich entschlossener präsentiert und so auch einen 3:1-Erfolg landete. Eine unnötige Schulterniederlage kassierte Sinan Kurz im Greco Leichtgewicht. Bei eigener 1:0-Führung drehte er Ufuk Yildrim in der Bodenlage und wurde dann überstiegen. „Das hätte es eigentlich überhaupt nicht gebraucht“, so Philipp. Schwerstarbeit musste im Freistil-Mittel Johannes Batt verrichten, denn Christian Spörl wehrte sich gut und war dabei nicht ungefährlich. Letztlich machte der Trostberger immer in den entscheidenden Situationen und im richtigen Augenblick die Punkte zu einem 3:0-Erfolg. Einen 3:1-Sieg landete Jakob Rottenaicher im Freistil-Leicht gegen Jonas Baumgärtl. Philipp: „Auch wenn noch ein paar überflüssige Aktionen dabei waren, nähert sich Jakob immer mehr seiner Form.“ Alles andere als ideal lief es dagegen für Trostbergs Ringerchef selbst. In der ersten Runde musste er sich fünf Sekunden vor dem Gong noch ausheben lassen. „Da habe ich gepennt“, so Philipp. Im zweiten Durchgang fielen die Punkte wohl etwas zu hoch für Marcel Kastner aus und dann war es bereits gelaufen. Im Greco-Welter gingen die Punkte dann kampflos an Rehau und im Freistil-Welter hatte Morasch mit Florian Blüml überhaupt keine Probleme und schulterte den Rehauer in Runde zwei. Philipp: „Das war kein Gegner für Rainer.“
RSC Rehau – TSV Trostberg 21:16.
55 kg (G): Janik Rausch – Michael Nachreiner 0:3 (0:1, 0:2, 0:1), 60 kg (F): Dimitri Fichter – Mashun Ersayin 3:0 (4:1, 4:1, 1:1), 66 kg (G): Ufuk Yildrim – Sinan Kurz 4:0 (Schultersieg beim Stand von 4:3), 66 kg (F): Jonas Baumgärtel – Jakob Rottenaicher 1:3 (2:4, 6:1, 1:6, 2:4), 74 kg (G): Raul Seoane Ruiz – Trostberg unbesetzt 4:0 (kampflos), 74 kg (F): Florian Blüml – Rainer Morasch 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:7, 0:7), 84 kg (G): Marcel Kastner – Christian Philipp 4:0 (Technische Überlegenheit 3:0, 7:0, 1:0), 84 kg (F): Christian Spörl – Johannes Batt 0:3 (1:2, 0:1, 2:2), 96 kg (G): Patrik Karban – Alexander Schrader 1:3 (0:1, 1:0, 0:1, 1:1); 120 kg (F): Steven Schmidt – Mehmet Bayir 4:0 (Schultersieg beim Stand von 6:0, 3:0).
MB.

Johannes Batt feierte den zwölften Sieg im zwölften Kampf.
Trostberger Ringer fertigen Neumarkt böse ab
30:7–Erfolg – Gäste können nur die beiden letzten Kämpfe für sich verbuchen
Das war eine herbe Kante für die Gäste aus Neumarkt. Nach acht Kämpfen führten Trostbergs Bayernliga-Ringer vor 200 Zuschauern gegen das Kellerkind bereits mit 29:0, ehe die Neumarkter das Resultat noch etwas freundlicher gestalten konnten. Trostberg bleibt damit Dritter, Neumarkt muss wohl bis zum Schluss zittern. „Etwas mehr Spannung wäre natürlich für die Zuschauer schöner gewesen, aber da kann man nichts machen“, meinte Trostbergs Abteilungsleiter Christian Philipp. Auch wenn der Erfolg früh fest stand und die Kämpfe recht eindeutig von Gastgebern bestimmt wurden, sahen die Fans guten Ringsport. „Das waren richtig schöne Kämpfe. Da hat es Spaß gemacht zu pfeifen“, meinte auch der Freisinger Kampfrichter Mustafa Durak. Höhepunkt des Abends war der letzte Kampf zwischen Rainer Morasch und Ivan Dobrev im Freistil-Welter. Beide Ringer waren ja bis dato unbesiegt und dementsprechend lieferten sie sich eine packende Auseinandersetzung. „Auch wenn ich verloren habe, war das ein geiler Fight“, erklärte Morasch nach seiner vier Runden-Niederlage. Den ersten Durchgang konnte der ehemalige Hallbergmooser mit einer finnischen Rolle für sich entschieden, im zweiten Abschnitt kassierte er erst Sekunden vor dem Gong den 2:2-Ausgleich. „Das war die Wende im Kampf. Schade, dass Rainer nach zweiwöchiger Sperre nicht im Wettkampf-Rhythmus war. Sonst wäre das Ding noch enger geworden“, meinte Trostbergs Schülertrainer Gustl Nachreiner. Dobrev, der in der zweiten Runde mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, biss auf die Zähne und zermürbte schließlich den Trostberger auf bestem technischen Niveau. Für die Gastgeber lief es aber insgesamt von Beginn an hervorragend: Im Greco-Fliegengewicht bekam Michael Nachreiner die Punkte frei Haus geliefert, weil Neumarkt keinen Gegner stellen konnte und im Freistil-Schwergewicht haute Trainer Alexander Schrader Viktor Reimann mit einem Fußfeger nach 1:40 Minuten auf die Bretter. Einen Kampf auf Augenhöhe lieferten sich im Freistil-Bantam Mashun Ersayin und Manuel Schmid. Am Ende hatte dann der Trostberger, der in der dritten Runde einen feinen Ausheber zeigte, dann aber doch eindeutig die Nase vorne. Ähnlich lief es im Greco-Halbschwer, in dem Tetik Gökan in Summe 5:0-Punkte gegen Thomas Kreml sammeln konnte. Technisch sehr fein waren die Aktionen von Jakob Rottenaicher im Greco-Leicht gegen Sascha Klein, den er im ersten Abschnitt fast geschultert hätte. Am Ende sammelte der Trostberger, der mehr und mehr zu seiner Form findet, aber noch etwas stabiler werden muss, 17:0-Punkte für einen technisch überlegenen Sieg. Rennwagen gegen VW-Käfer könnte man das Duell im Freistil-Mittel zwischen Johannes Batt und Tobias Schmid beschreiben. Während der Trostberger unermüdlich nach vorne marschierte, versuchte Schmid eigentlich nur den Schaden zu begrenzen. Das gelang ihm jedoch nur bedingt, denn schließlich gewann Batt technisch überlegen. Noch krasser war der Leistungsvergleich zwischen Tobi Häusl und dem jugendlichen Julian Ott, der im Freistil-Leicht wie eine Maus im Duell gegen einen Löwen wirkte und binnen weniger Sekunden 20 Punkte abgeben musste. Etwas zäher ging es bei Philipp gegen den groß gewachsenen Nachwuchsmann Christian Grasruck im Greco-Mittel, wobei Philipp pro Runde jeweils ein technischer Punkt gelang. Keine Chance hatte Sinan Kurz im Greco-Welter als Ersatzmann für Markus Fischer, der wohl Michael Schmid deutlich mehr gefordert hätte. Trostbergs Schüler unterlagen dem Tabellenzweiten der Grenzlandliga vom AC Wals erwartungsgemäß mit 12:27. Justin Nejgum, Vanessa Seehuber und Dominik Bock holten die Punkte für die Gastgeber.
TSV Trostberg – ASV Neumarkt 30:7.
55 kg (G): Michael Nachreiner – Neumarkt unbesetzt (kampflos), 60 kg (F): Mashun Ersayin – Manuel Schmid 3:0 (1:0. 1:1, 4:1), 66 kg (G): Jakob Rottenaicher – Sascha Klein 4:0 (Technische Überlegenheit 5:0, 6:0, 6:0), 66 kg (F): Tobias Häusl – Julian Ott 4:0 (Technische Überlegenheit 7:0, 6:0, 7:0), 74 kg (G): Sinan Kurz – Michael Schmid 0:4 (Technische Überlegenheit 0:7, 0:6, 0:7), 74 kg (F): Rainer Morasch – Ivan Dobrev 1:3 (2:0, 2:2, 0:3, 0:6), 84 kg (G): Christian Philipp – Christian Grasruck 3:0 (1:0, 1:0, 1:0), 84 kg (F): Johannes Batt – Tobias Schmid 4:0 (Technische Überlegenheit 3:0, 6:0, 3:1), 96 kg (G): Gökan Tetik – Thomas Kreml 3:0 (1:0, 3:0, 1:0); 120 kg (F): Alexander Schrader – Viktor Reimann 4:0 (Schultersieg beim Stand von 5:0).
MB.

In dieser Szene hätte Jakob Rottenaicher Sascha Klein fast geschultert.
Trostberger Ringer wollen Heimstärke zeigen
Heute um 19.30 Uhr gegen den ASV Neumarkt
Die Bayernliga-Ringer des TSV Trostberg wollen nach der Niederlage in Freising sofort zurück in die Erfolgsspur. Gegner am heutigen Samstag ist um 19.30 Uhr in der Alois-Böck-Turnhalle der ASV Neumarkt, der sich mit Aufsteiger TSV Aichach den letzten Platz teilt. Am vergangenen Wochenende haben die Oberpfälzer ganz knapp mit 18:19 in Rehau verloren, dabei hatten die Neumarkter beim Liganeuling so sehr auf einen Sieg gehofft, der die schlimmsten Abstiegssorgen vertrieben hätte. Für die Neumarkter, die während der gesamten Saison mit Personal-Problemen gekämpft haben, ist es in den letzten Wochen ganz dick gekommen, denn nach Arthur Wiebe und Günther Sprockhoff hat sich auch noch Alexander Reimann verletzt. Reimann hatte im Hinkampf Christian Philipp knapp mit 3:2 geschlagen, Sprockhoff musste Ende September ein 0:3 gegen Alexander Schrader hinnehmen. Ob Schrader nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe letzte Woche in Freising heute auf die Matte gehen kann, ist übrigens auch noch nicht ganz sicher. Dennoch scheinen die Gastgeber, die den Hinkampf mit 25:14 gewonnen haben, heute in der Favoritenrolle zu sein. Zumal ja auch Rainer Morasch nach zwei Kämpfen Sperre wieder angreifen kann. In Neumarkt haben die Trostberger Morasch im Mittelgewicht antreten lassen, um Morasch den Neumarkter Sieggaranten Ivan Dobrev zu ersparen. In welcher Gewichtsklasse Dobrev diesmal antreten wird, ist schwer zu sagen, ist er doch selbst letzte Woche ins Mittelgewicht aufgerückt. Dadurch konnte Trainer Armin Prantl im Welter antreten und gegen Rehaus Michael Böhm vier Punkte einfahren. Dagegen war Sprockhoffs Ersatzmann Viktor Reimann gegen Steven Schmidt beim 0:4 chancenlos. Neben Dobrev und Prantl müssen die Trostberger natürlich noch auf weitere Athleten aufpassen. Wahrscheinlich wird Leichtgewichtler Sascha Klein wieder im griechisch-römischen Stil auftauchen, um Tobi Häusl aus dem Weg zu gehen. Im Hinkampf hatte Klein Sinan Kurz geschultert. Ob Kurz oder Jakob Rottenaicher hier antreten, wollte Trainer Schrader noch nicht preisgeben. Womöglich gibt es ja noch eine andere Variante. Im bisherigen Saisonverlauf konnten die Neumarkter das Fliegengewicht nicht besetzen, es kann also gut sein, dass Michael Nachreiner wieder ins Bantam aufrückt, um sich dort mit Manuel Schmid zu messen. Im Greco-Hinkampf hatte sich Nachreiner hier mit 3:0 durchsetzen können. „Wir dürfen Neumarkt auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich wissen wir ja auch nicht, ob nicht der eine oder andere verletzte Neumarkter rechtzeitig zum Kampf wieder fit wird“, sagt Abteilungsleiter Philipp, der selbst im Greco-Mittel angreifen wird und dort auf Thomas Kreml treffen könnte. Der hatte sich im Hinkampf opfern müssen und wurde von Johannes Batt technisch überlegen besiegt. Batt gegen Dobrev – das wird mit Sicherheit eine extrem spannende Angelegenheit, zumal beide Ringer im bisherigen Saisonverlauf noch ungeschlagen sind. Vor einer schweren Aufgabe stehen Trostbergers Schüler, die um 18.30 Uhr auf ihre Alterskollegen vom AC Wals treffen.
MB.

Rainer Morasch kehrt heute nach abgelaufener Sperre wieder in die Trostberger Mannschaft zurück.
Trostberger Ringer kassieren hohe Niederlage
8:30 bei der SpVgg Freising – Gäste auf vielen Positionen neu besetzt
Die Bayernliga-Ringer des TSV Trostberg haben am Samstag beim Tabellenzweiten SpVgg Freising eine erwartete Niederlage einstecken müssen. Stark ersatzgeschwächt und auf vielen Positionen neu besetzt, unterlag das Team um Trainer Alexander Schrader mit 8:30. „Wir haben uns für die anstehenden Kämpfe geschont, da wir uns in Freising nichts ausgerechnet haben“, erklärt Abteilungsleiter Christian Philipp die 1B-Aufstellung. Eigentlich wollte Philipp ja selbst antreten, bekam dann aber beim Gewichtmachen Probleme mit dem Kreislauf und verzichtete auf einen Einsatz. Zudem musste Schrader im Schwergewicht wegen einer Verletzung an der Hüfte aufgeben. „Er wollte da einfach keine Verschlimmerung riskieren“, meinte Philipp, der schon mal ankündigt: „Nächsten Samstag gegen Neumarkt stellen wir wieder voll auf.“ Den ersten von zwei Siegen in Freising landete Michael Nachreiner im Greco-Fliegengewicht, in dem er Christian Zacherl nach Belieben beherrschte und einen technisch überlegenen Punktsieg landete. Im Freistil-Schwergewicht gab Schrader gegen Wolfgang Stork kurz vor Ende der ersten Runde auf und im Freistil Bantam htte Mashun Ersyin wie schon beim Hinkampf keine Chance gegen Kyrillos Potakidis. Etwas mehr wäre für Tetik Gökhan im Greco-Halbschwer drin gewesen. Gegen Eugen Dirbach ging der Trostberger zunächst in Führung musste die Runde dann aber mit 1:3 abgeben. Nachdem er Dirbach im zweiten Durchgang in der Bodenlage nicht drehen konnte, war die Luft raus und so gab er auch Runde drei mit 0:1 ab. Kein Land sah Sinan Kurz im Greco-Leicht gegen Christopher Mayer, der am Ende 20:0 Punkte gesammelt hatte, im Freistil-Mittel war es dann Johannes Batt der für den zweiten Trostberger Erfolg sorgte. Gegen Michael Pauli gewann er technisch überlegen, wobei er den Freisinger in der ersten Runde fast geschultert hätte. Ein 0:21 in drei Runden musste Maximilian Joiser im Freistil-Leicht gegen Ecevit Kilic über sich ergehen lassen und Georg Batt wurde im Greco-Mittel von Oldie Richard Schuhböck noch vor Ablauf der ersten Runde geschultert. Dabei war Batt sogar in Führung gegangen. Das Greco-Welter konnten die Trostberger dieses Mal nicht besetzten und im abschließenden Freistil-Welter hielt Jakob Rottenaicher gegen Simon Zaiska zwar recht gut mit, konnte dessen Drei-Runden-Erfolg aber auch nicht verhindern.
SpVgg Freising – TSV Trostberg 30:8.
55 kg (G): Christian Zacherl – Michael Nachreiner 0:4 (Technische Überlegenheit 0:5, 0:6, 0:3), 60 kg (F): Kyrillos Poutakidis – Mashun Ersayin 4:0 (Technische Überlegenheit 7:0, 7:0, 6:0), 66 kg (G): Christopher Mayer – Sinan Kurz 4:0 (Technische Überlegenheit 6:0, 6:0, 8:0), 66 kg (F): Ecevit Kilic – Maximilian Joiser 4:0 (Technische Überlegenheit 7:0, 7:0, 7:0), 74 kg (G): Patrick Kratzer – Trostberg unbesetzt 4:0 (kampflos), 74 kg (F): Simon Zaiska – Jakob Rottenaicher 3:0 (5:3, 4:1, 2:0), 84 kg (G): Richard Schuhböck – Georg Batt 4:0 (Schultersieg beim Stand von 5:1 in 1:05 Minuten), 84 kg (F): Michael Pauli – Johannes Batt 0:4 (Technische Überlegenheit 0:5, 0:3, 0:3), 96 kg (G): Eugen Dirbach – Tetik Gökan 3:0 (3:1, 1:0, 1:0); 120 kg (F): Wolfgang Stork – Alexander Schrader 4:0 (Aufgabesieg beim Stand von 3:0).
MB.

Johannes Batt ließ auch in Freising nichts anbrennen.
Trostberger Ringer in Freising Außenseiter
Abteilungsleiter Christian Philipp: „Ohne Morasch wird es verdammt schwer“
Trostbergs Bayernliga-Ringer könnten nach dem Derbysieg gegen den TV Traunstein eigentlich mit breiter Brust zum heutigen Auswärtskampf nach Freising fahren, aber Abteilungsleiter Christian Philipp glaubt: „Das wird verdammt schwierig. Ohne Rainer Morasch haben wir kaum Chancen.“ Morasch wurde ja nach seiner roten Karte in Oberölsbach gleich für zwei Kämpfe gesperrt. Der Videobeweis, der seine Unschuld zeigen sollte, veranlasste den Rechtsausschuss zu dieser Maßnahme. Philipp fehlt dafür jegliches Verständnis: „Man sieht klar auf dem Video, dass Rainer Kevin Hermann nicht trifft. Und dafür müssen wir dann auch noch Strafe zahlen.“ Und auch Michael Nachreiner kann nur den Kopf schütteln: „Hermann war schon als Nachwuchsringer schwierig. Gegen den wäre ich schon mal beinahe von der Matte geflogen, so eine Show zieht der ab. Ich würde so einen Sieg nicht wollen. Da würde ich mich als Ringer schämen.“ Oldie Peter Göstl findet sogar: „Eigentlich hätte Hermann ja wegen seiner Schauspielerei die rote Karte bekommen müssen. Und zwar wegen Täuschung des Kampfrichters. Stattdessen wird so eine unfaire Aktion auch noch belobigt und dann durchgewunken.“ Im Hinkampf gegen Freising, als die Trostberger einen hauchdünnen 22:19-Sieg landen konnten, steuerte Morasch gegen Simon Zaiska vier Punkte bei. Da Dimitar Stoyanov nicht zur Verfügung, sehen die Trostberger Ringer so gut wie keine Möglichkeit das Fehlen zu kompensieren. „Wir werden versuchen, eine ordentliche Aufstellung zusammenzukratzen, aber wir werden nichts über den Zaun brechen“ sagt Philipp, der sich vom Ausgang überraschen lassen will: „Wir haben keinen Druck, wir müssen nicht Zweiter werden und wir müssen schon gar nicht aufsteigen.“ Im Prinzip kann man auch in Freising mit ähnlichen Paarungen wie im Hinkampf rechnen, als neben Morasch Nachreiner, Tobias Häusl, Johannes Batt, Philipp, und Tetik Gökan die Siege holten. Nichts zu holen ist voraussichtlich im Freistil-Bantam, in dem Kyrillos Poutakidis, der Mashun Ersayin im Hinkampf technisch überlegen bezwungen hat, eine Macht ist. Auch im Greco-Leicht wird es für die Gäste wohl nicht möglich sein gegen Christopher Mayer einen Athleten zu setzen, der hier echte Siegchancen hat.
MB.

Jakob Rottenaicher dürfte heute gegen den Freisinger Christopher Mayer einen schweren Stand haben.
Trostberger Ringer landen klaren Derbysieg
24:15 gegen den TV Traunstein – Philipp und Häusl die Garanten des Erfolges
Trostbergs Bayernliga-Ringer haben am Samstag vor 300 Fans einen fulminanten Derbysieg gegen den TV Traunstein errungen. Am Ende setzten sich die Gastgeber nach farbigen und spannenden Kämpfen, in denen nahezu alle Athleten an ihre äußerste Leistungsgrenze gingen, mit 24:15 durch. Mit Siegen gegen Alex Patalschko, Stanislaw Dziopak und Thomas Dandl holten Christian Philipp, Tobi Häusl und Dimitar Stoyanov Erfolge in drei von vier Schlüsselkämpfen, während sich auf Seiten der Traunsteiner nur Christoph Huber gegen Jakob Rottenaicher durchsetzen konnte. „Ich bin froh, dass es auch ohne mich geklappt hat“, freute sich der gesperrte Trostberger Siegringer Rainer Morasch, während Traunsteins Abteilungsleiter Hartmut Hille bekannte: „Wir müssen unsere Siege gegen andere Mannschaften holen. Aber insgesamt war der Abend, wie schon beim Hinkampf, eine tolle Werbung für den Ringsport.“ In der Eingangsklasse setzte sich Maxi Dietz bei seinem Bayernliga-Debüt in drei Runden (2:0, 4:0, 1:0) gegen seinen jugendlichen Alterskollegen Eduard Hill durch, weil aber Hill das Gewichtslimit nicht brachte, gingen gleich vier Punkte nach Trostberg. Den Rückstand egalisierte im Freistil-Schwergewicht Igor Tomov mit einem Überlegenheitssieg gegen Mehmet Bayir, der ja erst seit einigen Wochen wieder ins Ringertraining eingestiegen ist, aber am Ende die konditionellen Probleme des Mazedoniers offen legen konnte. Eine sichere Sache war der Drei-Rundensieg von Michael Nachreiner im Freistil-Bantam gegen den Nachwuchsmann Ilya Vorobev, wobei man Nachreiner durchaus anmerkte, dass er vorsichtshalber auf 55 Kilogramm abgekocht hatte. Im Bedarfsfall hätten die Trostberger so noch kurzfristig umstellen können. Etwas Pech hatte Alexander Schrader im Greco-Halbschwer gegen den sehr passiven Ex-Trostberger Alexander Vakalov in Runde eins, als der Unterföhringer Kampfrichter Florian Kreuzer einen Übersteiger des Trostberger Trainers als Beinarbeit wertete. In der Folge machte Schrader aber Druck, so dass Vakalov wegen Passivität verwarnt wurde und sich in Runde vier sogar noch eine zweite Verwarnung wegen Kopfstoßens einhandelte. Jakob Rottenaicher hatte in einer Neuauflage des Vorkampfes Christoph Huber in der ersten Runde drei Mal fast auf den Schultern, konnte sich aber in den folgenden drei Runden gegen den körperlich stärkeren Traunsteiner nicht durchsetzen. Dennoch führten die Trostberger zur Pause mit 11:8. Diesen Vorsprung baute Johannes Batt im Freistil-Mittel mit einem souveränen Überlegenheitssieg – am Ende standen 15:0-Punkte für Batt zu Buche – gegen Michael Reiter aus. Vor allem in Runde drei verlieh Batt seiner Überlegenheit mit Überstürzern und gefährlichen Griffaktionen in der Zone deutlichen Ausdruck. Spannung und Dramatik pur dann im Freistil-Leicht zwischen Häusl und Dziopak. Spätestens nach der Schulterniederlage im Hinkampf war Häusl vor den brandgefährlichen Kontern des 46-jährigen Routiniers gewarnt. Dementsprechend konzentriert ging er zu Werke, musste Dziopak, aber die Runden eins und drei überlassen, ehe er ihn in Runde vier mit Vollgas von der Matte verdrängte und in Runde fünf mit 2:0 ganz sicher den Sack zumachte. Anschließend ging’s mal wieder zum Nähen einer Kopfplatzwunde ins Trostberger Krankenhaus. Mit 17:10 waren die Trostberger bereits auf dem besten Weg in den sicheren Hafen, als Philipp gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Patalaschko ganz groß auftrumpfte und den Traunsteiner Punktegaranten dank eisernen Siegeswillens mit 3:1 niederkämpfte. Der Traunsteiner haderte dabei mehrfach mit Entscheidungen des Schiedsrichters, während Philipp am Ende mehr als zufrieden war: „So stelle ich mir meine Heimauftritte vor.“ Bei 21:11 war das Ding vorzeitig gelaufen, daran änderte auch der erwartete 3:0-Erfolg von Klaus Haslberger im Greco-Welter gegen Markus Fischer nichts, der dem Traunsteiner Routinier zwar im Stand phasenweise Paroli bieten konnte, aber im Boden gegen die Ausheber des 39-Jährigen erst gegen Ende das richtige Mittel fand. Einen technischen Spitzenkampf präsentierten zum Abschluss Stoyanov und Dandl, der aufs Freistil-Welter abgekocht hatte und prompt die erste Runde für sich entscheiden konnte. Doch in den folgenden Runden drehte der Bulgare auf und Dandl musste sich weitgehend auf Schadensbegrenzung beschränken. Den Schüler-Vorkampf entschieden die Traunsteiner auf der Matte mit 24:14 für sich. Weil Trostberg aber drei Klassen nicht besetzen konnte, endete der Kampf 32:0 für den TVT, der auch zwei Klassen kampflos abgeben musste. Siege auf der Matte feierten für Trostberg Dominik Bock und Oliver Zizler.
TSV Trostberg – TV Traunstein 24:15.
55 kg (G): Maxi Dietz – Eduard Hill 4:0 (Hill Übergewicht), 60 kg (F): Michael Nachreiner – Ilja Vorobev 3:0 (5:2. 3:0, 1:0), 66 kg (G): Jakob Rottenaicher – Christoph Huber 1:3 (4:0, 0:1, 0:1, 0:1), 66 kg (F): Tobias Häusl – Stanislaw Dziopak 3:2 (0:1, 1:0, 0:1, 1:0, 2:0), 74 kg (G): Markus Fischer – Klaus Haslberger 0:3 (0:4, 0:3, 0:2), 74 kg (F): Dimitar Stoyanov – Thomas Dandl 3:1 (0:1, 4:1, 1:0, 1:0), 84 kg (G): Christian Philipp – Alex Patalaschko 3:1 (2:0, 1:0, 0:2, 1:0), 84 kg (F): Johannes Batt – Michael Reiter 4:0 (Technische Überlegenheit 3:0, 5:0, 7:0), 96 kg (G): Alexander Schrader – Alexander Vakalov (0:1, 1:0, 1:0, 1:0); 120 kg (F): Mehmet Bayir – Igor Tomov 0:4 (Technische Überlegenheit 0:6, 0:8, 0:6).
MB.

Christian Philipp tankte mit seinem Sieg gegen Alex Patalaschko viel Selbstvertrauen.
Trostberger Ringer heiß auf den Derbyklassiker
Heute um 19.30 Uhr gegen den TV Traunstein – Morasch muss zuschauen
Derbyzeit für Trostbergs Ringer. Die Mannschaft um Alexander Schrader erwartet am heutigen Samstag um 19.30 Uhr den TV Traunstein, der sich vergangene Woche mit dem Sieg gegen den ASV Neumarkt auf Platz fünf vorgeschoben hat. „Derbysiege sind natürlich besonders schön“, hofft Trostbergs Abteilungsleiter Christian Philipp auf einen Erfolg gegen seinen Ex-Verein. Den Hinkampf konnten die Trostberger in Traunstein mit 20:15 für sich entscheiden, doch nun fehlt Rainer Morasch wegen seiner roten Karte in Oberölsbach. Der Rechtsschuss-Vorsitzende Walter Heindl hat Morasch bis einschließlich 6. November gesperrt, somit muss Morasch auch nächste Woche in Freising noch zuschauen. Heindl ist damit den Ausführungen von Kampfrichter Andreas Leitenberger gefolgt und hat den Trostberger Protest gegen die rote Karte mit einem einstweiligen Urteil abgeschmettert. Dabei hatten die Trostberger ihrem Protest einen Videobeweis angefügt, auf dem ersichtlich ist, dass Morasch den Oberölsbacher Kevin Daniel Hermann gar nicht getroffen hat. Der hatte Morasch gegen eine an der Wand befestigte Schaumgummi-Matte gestoßen. „Rainer hatte ja gar keine andere Möglichkeit, er konnte sich ja nicht in Luft auflösen“, so Philipp, der sich natürlich nicht mit dem Urteil abfinden möchte, zumal er argumentiert: „Die Hand von Hermann geht ja schon zum Gesicht, bevor Morasch ihn angeblich getroffen haben soll. Aus meiner Sicht ist das reine Provokation gewesen. Hermann ist ja auch kein unbeschriebenes Blatt.“ Nun haben die Trostberger aber schon in der vergangenen Saison leidvolle Erfahrungen mit dem Rechtswesen des Bayerischen-Ringerverbandes gemacht, als Schrader in Neumarkt gesperrt wurde und der Rechtsausschuss ausschließlich der Argumentation des Kampfrichters gefolgt ist und Entlastungszeugen nicht vernommen hat. Philipp: „Da wird man wohl nichts machen können. Auch wenn es noch so ärgerlich ist.“ Dass die Trostberger in Freising ohne Morasch nicht gewinnen können, liegt eigentlich auf der Hand, ob es am heutigen Samstag ohne den in der Vorrunde ungeschlagenen Freistilspezialisten gegen Traunstein reicht, ist ungewiss. „Das wird mit Sicherheit ganz knapp. Alle unseren taktischen Überlegungen sind über den Haufen geworfen“, so Philipp, angesichts der Tatsache, dass Morasch ja auch in Traunstein vier Punkte geholt hat. Um den Ausfall zu kompensieren, müssen jetzt die Teamkollegen in die Bresche springen. Etwa Mashun Ersayin, der im Hinkampf gegen Ilja Vorobev in drei Runden knapp unterlegen ist, oder Tobias Häusl, der gegen Stanislaw Dziopak eine Schulterniederlage hinnehmen musste. Gerade Häusl ist gegen den Traunsteiner Oldie auf eine Revanche besonders heiß, hat ihn doch die Niederlage in Traunstein mächtig gewurmt. Mit Schwergewichtler Igor Tomov haben die Traunsteiner gegenüber dem Vorrundenkampf einen weiteren Trumpf in der Hand, zudem fehlte bei den Traunsteinern ja auch der damals verhinderte Thomas Dandl, der dieses Mal dabei sein dürfte. Es wird also ungleich schwerer für die Trostbergerm, auch wenn die Gäste den Hausherren in der Alois-Böck-Turnhalle die Favoritenrolle zuschieben. „Wir bleiben Realisten und konzentrieren unsere Kräfte auf Mannschaften, die wir schlagen können“ sagt TVT-Abteilungsleiter Hartmut Hille im Vorfeld. Trostberg gehöre da eher nicht dazu, winkt Hille ab, der wie in der Vorrunde auf ein faires Derby hofft: „Da haben beide Mannschaft Werbung für den Ringsport gemacht. Jetzt hoffe ich auf eine Wiederholung.“ Bereits um 18.30 Uhr stehen sich die beiden Schülermannschaften gegenüber. In diesem Vergleich sind die Traunsteiner eindeutig in der Favoritenrolle.
MB.

Gibt’s für Trostbergs Ringer heute im Derby was zu feiern? Tobi Häusl, der Sinan Kurz auf die Schultern nimmt, hat sich für seine Schulterniederlage in Traunstein Revanche geschworen.
Siegesserie der Trostberger Ringer gerissen
Ärger über Disqualifikation von Rainer Morasch beim 9:30 in Oberölsbach
Die Siegesserie der Trostberger Bayernliga-Ringer ist erwartungsgemäß gerissen. Nach sechs Erfolgen in Serie unterlag die Mannschaft von Trainer Alexander Schrader am Samstag beim Spitzenreiter SC Oberölsbach mit 9:30. Doch nicht die Niederlage sorgte für Aufregung bei Abteilungsleiter Christian Philipp, sondern die Disqualifikation von Rainer Morasch: „Das war ein schlechter Witz.“ Beim Stand von 26:9 für die Gastgeber ging es für die Trostberger im letzten Kampf des Abends eigentlich nur noch um eine Resultatsverbesserung. Morasch lag gegen Kevin Daniel Hermann schnell zurück, holte aber auf und verdrängte den Ex-Nürnberger drei Mal aus der Zone. „Warum der Kampfrichter hier keine Wertungen gegeben hat, ist mir unverständlich“, ärgerte sich Philipp, der die nächsten Sekunden so schildert: „Beim nächsten Angriff geht der Hermann wie ein Stier auf Morasch los, Rainer fliegt fast in die Bande und landet auf den Knien. Dann wälzt sich der Hermann plötzlich am Boden, schreit fürchterlich und tut so, als ob Rainer ihm mit dem Knie ins Gesicht gesprungen wäre.“ Mattenleiter Andreas Leitenberger (ASV Au/Hallertau) zückt die rote Karte und disqualifiziert Morasch. „Eine unglaubliche Schauspielerei von Hermann“, erzürnt sich Philipp. Als dann der Kampfrichter noch anfügte, dass Morasch vor 14 Tagen in Freising auch schon Rot gesehen habe, klärten die Trostberger den Mattenleiter auf, dass es Hermann gewesen sei, der gegen den Freisinger Simon Zaiska „runter gestellt“ worden ist. „Da musste er zwar zähneknirschend zugeben, dass wir Recht hätten, doch geändert hat das auch nichts mehr“, so Philipp. Und: „Eigentlich wollten wir ja noch ein wenig mit den Oberölsbachern zusammensitzen, wir haben dann aber sofort unser Zeug gepackt und sind nach Hause gefahren.“ Fakt ist, dass Morasch wohl gesperrt wird und nächste Woche beim Derby gegen Traunstein nicht ringen kann. Ärgerlich ist die ganze Situation zudem vor dem Hintergrund, dass die Oberölsbacher auf einer sehr kleinen Matte ringen, für die sie eine Ausnahmegenehmigung haben. Philipp: „Wir haben den Kampfrichter immer wieder darauf aufmerksam gemacht. Und dann kommt so ein Mist dabei raus.“ Im ersten Kampf des Abends hätte Michael Nachreiner gegen den ungeschlagenen Nikolay Dobrev fast eine Überraschung gelandet. „Michi hätte mit etwas mehr Selbstvertrauen gewinnen können“, meinte Philipp, zumal der Trostberger Runde drei gewann und dem Bulgaren allmählich die Kräfte schwanden, ehe er Nachreiner am Mattenrand im Zwiegriff erwischte und den Sieg heimschaukelte. Im Freistil-Schwergewicht kam für „Ibo Bayir“ nach einem Kopfzug das schnelle Aus, im Freistil-Bantam ließ sich Mashun Ersayin in der zweiten Runde mit einem Nackenhebel schultern und im Greco-Halbschwer konnte sich Philipp schon mal von den schauspielerischen Qualitäten der Oberölsbacher überzeugen, als Matthias Geitner bei jeder Kopfklammer aufheulte und der Mattenleiter tatsächlich immer wieder abpfiff. Im Greco-Leicht musste Sinan Kurz in Runde zwei nach einem Kopfzug auf die Bretter, regelrecht ausgepunktet hat Johannes Batt im Freistil-Mittel Sebastian Claußnitzer, dem in der zweiten Runde allerdings eine schöne Beinschleuder gelang. Pech hatte der Oberölsbacher Daniel Sittel im Freistil-Leicht, als er sich nach Rundenrückstand bei einem Angriff die Schulter ausgekugelt hat und gegen Jakob Rottenaicher aufgeben musste. Erwartungsgemäß war Georg Batt im Greco-Mittel gegen Sebastian Krieger ohne Chance und im Greco-Welter konnten die stark ersatzgeschwächten Trostberger keinen Ringer stellen. Trostbergs Schüler unterlagen am Freitag dem SC Anger in der Grenzlandliga mit 15:25. Für die Gastgeber holten Dominik Bock, Maximilian Dietz, Oliver Zizler und Tobias Dahl die Siege.
SC Oberölsbach – TSV Trostberg 30:9.
55 kg (G): Nikolay Dobrev – Michael Nachreiner 3:1 (2:0, 4:1, 0:2, 7:1)), 60 kg (F): Alexander Fröhlich – Mashun Ersayin 4:0 (Schultersieg beim Stand von 4:0, 3:0), 66 kg (G): Martin Kölbl – Sinan Kurz 4:0 (Schultersieg beim Stand von 1:0, 6:0), 66 kg (F): Daniel Sittel – Jakob Rottenaicher 0:4 (Aufgabesieg beim Stand von 1:2, 0:0), 74 kg (G): Jürgen Fürst – Trostberg unbesetzt 4:0 (kampflos), 74 kg (F): Kevin Daniel Hermann – Rainer Morasch 4:0 (Disqualifikation beim Stand von 4:2), 84 kg (G): Sebastian Krieger – Georg Batt (Schultersieg beim Stand von 3:0), 84 kg (F): Sebastian Claußnitzer – Johannes Batt 0:4 (Technische Überlegenheit 0:4, 4:7, 0:6), 96 kg (G): Matthias Geitner – Christian Philipp 3:0 (1:1, 6:0, 1:0); 120 kg (F): Tobias Nendel – Mehmet Bayir 4:0 (Schultersieg beim Stand von 4:0).
MB.

Christian Philipp ist stinksauer über die in seinen Augen unberechtigte Disqualifikation von Rainer Morasch.
Trostbergs Ringer fordern Tabellenführer
Heute in Oberölsbach – Rainer Morasch und Johannes Batt noch ungeschlagen
Eins gegen zwei – im Fußball ist das unkalkulierbar, im Ringen sieht es etwas anders aus: Da zählt zehn gegen zehn, eins gegen eins. Und wenn man diese Rechnung genau aufmacht, dann wird der Tabellenzweite der Ringer-Bayernliga aus Trostberg am heutigen Samstag beim Spitzenreiter in Oberölsbach einen schweren Stand haben. Einen Kampf haben die Trostberger im bisherigen Saisonverlauf verloren. Und das war gleich zum Auftakt vor eigenem Publikum gegen Oberölsbach. Beim 14:21 Anfang September hat sich die Mannschaft um Trainer Alexander Schrader zwar gut verkauft, aber letztlich war der Sieg der Oberölsbacher nicht gefährdet. „Für uns ist es danach super gelaufen. Dass wir sechs Siege in Serie schaffen würden, hätten wir vor der Saison selber nicht unbedingt für möglich gehalten“, sagt Trostbergs Abteilungsleiter Christian Philipp, der aber auch klar stellt: „Oberölsbach ist eine andere Liga. Da können wir im Normalfall nicht mithalten.“ Im Vergleich zum Hinkampf sind die Oberölsbacher sogar noch stärker geworden, zumal ja damals noch Neuzugang Tobias Nendel im Schwergewicht gefehlt hat. Auch der Stilartwechsel zu Beginn der Rückrunde dürfte den Gästen von der Alz kaum Vorteile verschaffen. Mit je zwei Ringern in Leicht-, Welter- und Mittelgewicht hat der Stilartwechsel auch seit Jahren nicht mehr die Bedeutung wie früher, betrifft er doch gerade mal noch vier Gewichtsklassen. „Natürlich versuchen wir eine möglichst schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen“, sagt Philipp, schränkt aber ein: „Das Derby nächste Woche gegen Traunstein hat für uns aber eine größere Bedeutung. Dafür wollen wir in Oberölsbach Werbung machen.“ Gut möglich also, dass der eine oder andere Ringer mal eine Pause bekommt. Im Hinkampf sorgten Tobi Häusl, Rainer Morasch, Johannes Batt und Alexander Schrader für die Trostberger Einzelerfolge – auch diesmal hat dieses Quartett die besten Aussichten. Zur Halbzeit stehen gleich zwei Oberölsbacher in der Bestenliste der Liga ganz vorne: Nikolay Dobrev, der auf Michael Nachreiner oder Mashun Ersayin treffen wird, hat wie seine Kollege Sebastian Krieger jeden Kampf vorzeitig für sich entschieden. In Trostberg hat Dobrev Nachreiner in Runde drei geschultert und Krieger hat sich schon im ersten Durchgang entscheidend gegen Philipp durchgesetzt. Beste Trostberger in der Bestenliste sind übrigens Morasch und Batt auf den Plätzen vier und sechs. Die beiden Freistilspezialisten haben bei sieben Einsätzen sieben Siege für sich verbucht. Mit Alexander Fröhlich liegt ein weiterer Oberölsbacher auf Platz fünf genau zwischen den beiden Trostberger Assen. Auf den nächsten Plätzen folgen aus Trostberger Sicht Schrader, Nachreiner und Häusl mit je sechs Siegen aus sieben Kämpfen.
MB.

Tobi Häusl ist einer der Sieganwärter in Oberölsbach.
Auch Aichach keine Hürde für Trostberg
Bayernliga-Ringer landen beim Schlusslicht ungefährdeten 26:14-Erfolg
Erwartungsgemäß konnte Schlusslicht TSV Aichach den Trostberger Bayernliga-Ringern zum Ende der Vorrunde kein Bein stellen. Die Staffel von Alexander Schrader, die erneut ohne Ausländer antrat, gewann beim Aufsteiger mit 26:14 und verteidigte Platz zwei. Der könnte am kommenden Wochenende beim Rückrundenstart ernsthaft in Gefahr geraten, wenn die Trostberger zum Spitzenreiter nach Oberölsbach müssen. „Da rechnen wir uns wenig aus, da wir vermutlich nicht bester Besetzung antreten können,“ so Abteilungsleiter Christian Philipp. Auch in Aichach waren die Schrader-Schützling nicht in optimaler Aufstellung angereist, aber Aichach ist halt auch nicht Oberölsbach. Und so reichte es auch ohne Markus Fischer und Tetik Gökan (beide beruflich verhindert) zu einem klaren Erfolg. Der Kampf begann mit einem Blitzsieg von Michael Nachreiner in der Eingangsklasse. Der legte Artur Kazanev schon nach 36 Sekunde mittels einer Zange auf beide Schultern. Einen schweren Stand hatte erwartungsgemäß im Greco-Schwergewicht „Ibo“ Bayir, der sich nach längerer Pause in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, aber gegen den Ex-Traunsteiner Christian Pribil natürlich wenig zu melden hatte. Immerhin gelang ihm noch in Runde drei, ehe er auf die Schultern musste, ein Punktgewinn. Mashun Ersayin war gegen August Oberhauser eigentlich in fünf Runden der bessere Ringer im Greco-Bantam. In Zahlen konnte er das auch in den beiden ersten Durchgängen bestätigen, anschließend brachte er seine Ausheber nicht durch und so ging der Aichacher mit einem 3:2-Erfolg von der Matte. Schrader selbst brachte seine Truppe nach vier Kämpfen wieder mit 10:8 in Front, als er im Freistil-Halbschwer einen Risiko-Versuch von Tunahan Cedimoglu eiskalt nützte, um seinen Gegner nach 1:43 Minuten in Runde eins mit einem Einsteiger zu schultern. Fortan lief’s für die Trostberger fast wie am Schnürchen, denn Tobi Häusl steuerte im Freistil-Leicht einen 3:0-Sieg gegen Alexander Purkert bei und Philipp setzte sich im Greco-Mittel gegen Michael Meierhofer mit 3:2 durch. Über fünf Runden war der Trostberger Routinier der aktivere Mann, konnte aber mal wieder seinen Gegner nicht drehen, ehe er in Runde drei selbst die Bodenlage wählte. Auch Meierhofer gelang hier keine Rolle und in Runde vier und fünf zog der Trostberger seinen Gegner jeweils doppelt auf und konnte anschließend zwei Mal die Oberlage gewinnen. Eugen Faas war Sinan Kurz im Greco-Leicht am Ende doch eine Nummer zu groß: Zwar konnte der Trostberger im Standkampf sehr gut mithalten, ehe er in Runde zwei mit Armeinschluss einige Punkte im Boden abgab. Ein Kopfzug des Aichachers brachte dann in Runde drei das schnelle Ende. Einen Klasse-Kampf sahen die Zuschauer im Freistil-Mittel zwischen Sandor Kanyasi und Johannes Batt, wobei der Trostberger mit einer konzentrierten Leistung stets Herr im Ring war. In der Schlussrunde brachte er den Ungarn nach einem Rückstand mit einem doppelten Beinangriff in arge Bedrängnis und gewann verdient mit 3:0. Für Rainer Morasch hatten die Aichacher im Freistil-Welter keinen Gegner und im Greco Welter setzte sich Jakob Rottenaicher trotz einiger verpasster Möglichkeiten am Ende sicher mit 3:1 gegen Sebastian Ziegler durch.
TSV Aichach – TSV Trostberg 14:26.
55 kg (F): Artur Kazancev – Michael Nachreiner 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:3), 60 kg (G): August Oberhauser – Mahsun Ersayin 3:2 (0:2, 0:1, 2:0, 1:0, 2:0), 66 kg (F): Alexander Purkert – Tobias Häusl 0:3 (0:2, 1:3, 0:1), 66 kg (G): Eugen Faas – Sinan Kurz 4:0 (Schultersieg beim Stand von 1:0, 7:0, 4:1), 74 kg (F): Aichach unbesetzt – Rainer Morasch 0:4 (kampflos), 74 kg (G): Sebastian Ziegler – Jakob Rottenaicher 1:3 (1:0, 1:2, 1:2, 0:1), 84 kg (F): Sandor Kanyasi – Johannes Batt 0:3 (0:1, 0:1, 1:4), 84 kg (G): Michael Meierhofer – Christian Philipp 2:3 (1:0, 1:0, 0:1, 0:1, 0:1), 96 kg (F): Tunahan Cedimoglu – Alexander Schrader 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:3), 120 kg (G): Christian Pribil – Mehmet Bayir 4:0 (Schultersieg beim Stand von 7:0, 7:0, 7:1).
MB.

Tobi Häusl ließ sich auch in Aichach nicht die Butter vom Brot nehmen!
Trostbergs Ringer heute beim Schlusslicht
Am letzten Vorrundenkampftag in Aichach zu Gast – Tsvetkov startberechtigt
Nach fünf Siegen in Serie reist der TSV Trostberg heute in der Ringer-Bayernliga mit breiter Brust zum Schlusslicht TSV Aichach. Doch auf die leichte Schulter nehmen dürfen die Mannen um Trainer Alexander Schrader den Gegner nicht, hat doch der Aufsteiger die meisten seiner Kämpfe nur knapp verloren. Am vergangenen Wochenende unterlag die Staffel von Trainer Oguz Özdemir, die noch keinen Sieg auf dem Konto hat, beim ASV Neumarkt denkbar knapp mit 17:20. Eine richtige Klatsche holten sich die Aichacher nur in Runde fünf beim 7:29 gegen den SpVgg Freising. Als Meister der Landesliga Süd sind die Aichacher nach verlorener Relegation gegen Nord-Meister RSC Rehau nur deswegen aufgestiegen, weil es mit dem SC Anger und dem ASC Bindlach zwei Aufsteiger in die Oberliga gab und so noch ein Platz in der Bayernliga vergeben werden konnte. Vor dieser Saison konnten sich die Aichacher mit dem ehemaligen Traunsteiner Christian Pribil verstärken, der sich bislang als einer der zuverlässigsten Punktlieferanten herausgestellt hat. Neu bei den Aichachern auch Michael Meierhofer, der von der RG Willmering kam. Bei den Gästen ist seit dem gestrigen Freitag auch Neuzugang Dimitar Tsvetkov startberechtigt. Ob der ehemalige Burghauser, der zuvor für den KSV Köllerbach auf die Matte gegangen ist, bereits heute dabei ist, konnte Abteilungsleiter Christian Philipp noch nicht sagen. Der 24-jährige Bulgare ist ein Freistilspezialist, der vornehmlich im Weltergewicht ringen kann. Dort ist aber Rainer Morasch in bestechender Form. Allerdings ergeben sich mit Tsvetkov durchaus Varianten: Morasch könnte auch mal in den klassischen Stil wechseln oder Tsvetkov rückt ins Mittelgewicht auf und Johannes Batt dafür ins Halbschwer oder in der Rückrunde ins Schwergewicht. Allerdings hat Tsvetkov nach seinem Wechsel zu Trostberg noch mit einem anderen Verein geliebäugelt. Fakt ist jedoch, dass sein Pass nur in Trostberg gültig ist. „Wenn wir ihn nicht zwingend brauchen, werden wir ihn auch nicht einsetzen“, lässt Philipp Verärgerung über den Wankelmut erkennen. Doch da ja Markus Fischer immer mal wieder wegen der Meisterschule fehlt und Tetik Gökan wegen Schichtdienst auch nicht immer zur Verfügung steht, könnte sich der Bedarfsfall schon mal ergeben. Siege peilen die Trostberger in den beiden unteren Gewichtsklassen an, im Freistil-Leicht ist Tobi Häusl klarer Favorit und auch Sinan Kurz hat gegen den Ex-Augsburger Eugen Faas durchaus Chancen. Im Freistil-Welter dürfte Morasch keine Probleme haben, im Freistil-Mittel sollte sich Batt sicher durchsetzen, da die Paarstädter vermutlich auf den Ungarn Sandor Kanyasi verzichten, der gegen den Hofer Thorsten Preiß das Nachsehen hatte. Und da Batt ja letzte Woche gegen Preiß als Sieger von der Matte gegangen ist, dürfte der ehemalige Hallbergmoos Akos Wöller auf dem Ausländerplatz den Vorzug bekommen. „Ich denke, dass ich auf ein treffen werde, vielleicht kann ich ihm ja die eine oder andere Runde abnehmen“, so Philipp. Im Halbschwergewicht und im Schwergewicht kommt es ganz darauf an, wo Pribil auftaucht und wer dann gegen ihn antritt. Zumindest Schrader selbst kann dem Traunsteiner schon gefährlich werden.
MB.

Beherrschen die Trostberger, wie in dieser Szene Michael Nachreiner, ihren Gegner oder wird’s am Ende doch knapp?
Ersayin und Kurz servieren das Sahnehäubchen
Trostberger Bayernliga nach überraschend klaren 25:13 gegen Hof jetzt Zweiter
Trostbergs Bayernliga präsentierten sich am Samstagabend vor 200 Zuschauern in bestechender Form. Die Mannschaft von Trainer Alexander Schrader fegte den ASV Hof mit 25:13 überraschend deutlich von der Matte und steht jetzt nach fünf Siegen in Folge auf Platz zwei. Die Begeisterung, die die Trostberger Ringer bei ihrem Galauftritt in der Alois-Böck-Turnhalle verbreiteten, war enorm. Die Highlights setzten Mashun Ersyin, der im Bantam dem Bundesligaerprobten Matthias Hader aufs Kreuz legte, und Sinan Kurz mit seinem souverän heraus gekämpften Sieg gegen Maximilian Fleischer. Den technisch besten Kampf lieferten sich Johannes Batt und Thorsten Preiß, hier setzte sich der Trostberger knapp in drei Runden durch. Die Gastgeber mussten mit Markus Fischer (Meisterschule) und Abteilungsleiter Christian Philipp, der pausieren wollte, auf zwei Stammkräfte verzichten. Insofern konnte man natürlich im Vorfeld überhaupt nicht mit so einem klaren Resultat rechnen. In der Eingangsklasse tat sich Michael Nachreiner anfangs gegen Roman Walter sehr schwer. Der Vize-Europameister der Kadetten ist eines der derzeit größten Talente und dementsprechend selbstbewusst trat er auch auf. Doch nach zwei Runden drehte Nachreiner den Spieß um und gewann die entscheidende Runde im Clinch. Im Schwergewicht bekam Hofs Filip Soukup die Punkte kampflos und so führten die Gäste vor dem Greco-Bantam mit 6:3. Zunächst sah es ganz danach aus, als könne Hader die Führung ausbauen, denn Runde eins entschied der Hofer mit 7:0 klar für sich. In Durchgang zwei drehte Ersayin dann aber auf und gewann nach aktionsreichen zwei Minuten mit 7:5. Als Hader in Runde drei einen technisch sehr guten Kopfzug ansetzte durchbrachte, konnte sich Ersayin mit größter Mühe befreien und hob den Hofer perfekt aus, so dass dieser direkt auf beiden Schultern landete – tusch! Im Freistil-Halbschwer spielte Schrader gegen Martin Preiß sein Können und seine Routine von der ersten Sekunde an aus, punktete mit Beinangriffen und legte den Hofer kurz vor Schluss mit einer Oberarmsoublesse auf die Schultern. Jetzt lag es an Tobi Häusl im gleichen Fahrwasser Dampf zu machen. Gegen Riza Akbulut legte er im Freistil Leicht konzentriert los und steigerte sich im weiteren Kampfverlauf, so dass der Hofer nur knapp einer technischen Überlegenheit entkam. Trotz der klaren Pausenführung von 14:6 fühlten sich die Trostberger noch längst nicht in sicheren Gewässern. Tetik Gökan, der den Platz von Philipp im Greco-Mittel übernahm, konnte in der ersten Runde mittels eines Kopfzuges Philipp Kolb in ernste Gefahr bringen, gewann die Runde mit 5:2, war auch im zweiten Durchgang der aktivere Ringer, konnte den Hofer aber nicht drehen und musste ein 0:1 hinnehmen. In den nächsten beiden Runde verlor der Trostberger dann den Faden und am Ende stand eine 1:3-Niederlage zu Buche. Doch dann kam der große Auftritt von Kurz, der vom jungen Fleischer nie ernsthaft in Gefahr gebracht werden konnte. Mit zwei Rollen entschied er den ersten Durchgang 5:0, gewann in Runde zwei einmal die Oberlage und brachte in Runde drei eine weitere Rolle durch. Klasse! Einen echten Knaller erlebten die Ringerfans dann im Freistil-Mittel. Die erste Runde entschied Batt drei Sekunden vor Schluss mittels eines Beinangriffes, in den beiden nächsten Runden sah der souveräne Mattenleiter Mustafa Durak aus Freising jeweils in Batt den aktiveren Ringer, der dann das Bein von Preiß fassen durfte und den Hofer jeweils auch zu Fall brachte. Beim Stand von 21:9 war der Sieg perfekt, doch im Freistil-Welter lieferte Rainer Morasch gegen Fabian Roderer noch eine weitere Demonstration seines Könnens ab. Mit je drei finnischen Durchdrehern pro Runde punkte er seinen Gegner erbarmungslos aus und siegte mit insgesamt 20:0-Punkten. Dass Jakob Rottenaicher im Greco-Welter gegen Ausnahmekönner Andreas Luley nichts zu bestellen hatte, war von Anfang an klar. Und nach schönen Aktionen des Hofers – unter anderem eine Fünferwertung – musste der Trostberger in der dritten Runde auf die Schultern. Trostbergs Schüler konnten in den beiden Kämpfen gegen Olympic Salzburg ein Remis und einen knappen Sieg verbuchen. Beim 20:20 im Vorkampf verbuchten Justin Nejgum, Dominik Bock, Max Dietz, Oliver Zizler und Tobias Dahl vorzeitige Siege. Im Rückkampf stellten die Trostberger Trainer Gustl Nachreiner und Markus Lackner um und das machte sich dann auch beim 20:19 bezahlt. Wieder waren es Nejgum, Dietz, Zizler und Dahl, die vier Punkte einfuhren. Bock schaffte ein 3:0 und für den Siegpunkt sorgte Vanessa Seehuber bei ihrer 1:3-Niederlage.
TSV Trostberg – ASV Hof 25:13.
55 kg (F): Michael Nachreiner – Roman Walter 3:2 (0:2, 0:1, 1:0, 1:0, 3:0)), 60 kg (G): Mashun Ersayin – Matthias Hader 4:0 (Schultersieg beim Stand von 0:7, 7:5, 3:0), 66 kg (F): Tobias Häusl – Riza Akbulut 3:0 (1:0, 4:2, 6:0), 66 kg (G): Sinan Kurz – Maximilian Fleischer 3:0 (5:0, 1:0, 1:0), 74 kg (F): Rainer Morasch – Fabian Roderer 4:0 (Technische Überlegenheit 6:0, 7:0, 7:0), 74 kg (G): Jakob Rottenaicher – Andreas Luley 0:4 (Schulterniederlage beim Stand von 0:6, 0:8, 0:3), 84 kg (F): Johannes Batt - Thorsten Preiß 3:0 (1:0, 1:0, 1:0), 84 kg (G): Tetik Gökan – Philipp Kolb 1:3 (5:2, 0:1, 0:2, 0:3), 96 kg (F): Alexander Schrader – Martin Preiß 4:0 (Schultersieg beim Stand von 8:0); 120 kg (G): Trostberg unbesetzt – Filip Soukup (kampflos).
MB.

Sinan Kurz bei einem seiner drei Rollen.

Neun technisch perfekte Rollen von vorne demonstrierte Rainer Morasch gegen Fabian Roderer.
Schaffen Trostbergs Ringer Sieg Nummer fünf?
Heute um 19.30 Uhr ist Ex-Bundesligist ASV Hof in der Alois-Böck-Turnhalle zu Gast
Ein hoch interessantes Duell in der Ringer-Bayernliga gibt es am heutigen Samstag in der Trostberger Alois-Böck-Turnhalle zu sehen, wenn der Tabellendritte aus Trostberg um 19.30 Uhr den unmittelbaren Verfolger ASV Hof zu Gast hat. Los geht’s bereits ab 17.30 Uhr, da erwarten die Schüler Olympic Salzburg zu Vor- und Rückkampf. Sowohl der ASV Hof, der vor dieser Saison aus der 1. Bundesliga zurückgezogen hat, als auch der TSV Trostberg haben sich am vergangenen Wochenende mit klaren Heimsiegen für das heutige Duell empfehlen können. Während die Mannschaft von Trainer Alexander Schrader ja den RSC Rehau mit 23:14 in die Schranken weisen konnten, gelang den Hofern gegen den ASV Neumarkt sogar ein 30:10-Erfolg. Und Hofs Trainer Ricco Zeh ist zuversichtlich: „Wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, was wir drauf haben. Jetzt müssen die ersten Auswärtspunkte her. Wir fahren nicht nach Trostberg, um dort die Punkte freiwillig abzugeben.” Bei den beiden bisherigen Auswärtskämpfen sind die Hofer leer ausgegangen. In Oberölsbach musste am zweiten Kampftag eine 11:23-Niederlage quittiert werden und vor 14 Tagen hatten Preiß, Luley und Co. in Freising mit 18:23 das Nachsehen. Aber die Gästestaffel ist sehr ausgeglichen besetzt und deswegen wird es für Trostberg sicherlich nicht einfach, den fünften Sieg in Folge zu feiern. „Hof ist schon ein anderes Kaliber als Rehau“, weiß auch Abteilungsleiter Christian Philipp. Mit Nachwuchstalent Roman Walter (55 kg), Andreas Luley, Thorsten und Martin Preiß sowie Filip Soukup im Schwergewicht haben die Gäste fünf absolute Siegringer in ihren Reihen. Aber auch Matthias Hader im Bantam, Riza Akbulat im Leicht und Fabian Roderer im Welter sind immer für Sieg gut. Es kommt also auf Seiten der Trostberger auch darauf an, die Aufstellung richtig zu wählen und natürlich müssen die Gastgeber wieder die kämpferische Einstellung der letzten Wochen auf die Matte bringen. Schon die Besetzung der beiden unteren Gewichtsklassen könnte die Entscheidung im Mannschaftskampf bringen. Gehen Michael Nachreiner und Mashun Ersayin gegen Walter und Hader leer aus, wird’s eng. Vorteile hat im Freistil-Leicht Tobi Häusl, der auf Akbulat, Maximilian Fleischer oder Burkhard Michalski treffen könnte. Wahrscheinlich werden aber die Hofer Freistil-Spezialist Akbulat ins Greco-Leicht beordern, weil sie sich da gegen Sinan Kurz größere Chancen ausrechnen. Favorit im Freistil-Welter ist Rainer Morasch, der wohl auf Roderer treffen wird, dagegen dürfte es für Markus Fischer gegen Luley nichts zu holen geben. Ein schwerer Kampf erwartet Johannes Batt gegen Thorsten Preiß im Freistil-Mittel, dagegen ist Martin Preiß, der im Greco-Mittel erwartet wird, nicht ganz in der Form früherer Jahre, wobei der Rückkehrer aus Bindlach keineswegs zu unterschätzen ist. Punkten sollten die Trostberger auf jeden Fall im Freistil-Halbschwer, in dem die Hofer wohl Philipp Kolb aufbieten werden, dagegen wird’s im Schwergewicht gegen Soukup ganz schwer.
MB.

Auf Trainer Alexander Schrader und seine Mannschaftskollegen wartet mit dem ASV Hof heute ein schwerer Brocken.
Vierter Ringer-Sieg in Folge nie in Gefahr
Trostberg landet beim 23:14 gegen Aufsteiger RSC Rehau sechs Einzelerfolge
Die Bayernliga-Ringer des TSV Trostberg bleiben in der Erfolgsspur: Beim 23:14 gegen Aufsteiger RSC Rehau landete die Staffel um Trainer Alexander Schrader bereits den vierten Sieg in Folge und machte dabei ideale Werbung für den Heimkampf am kommenden Samstag gegen den ASV Hof. 200 Zuschauer erlebten am Samstagabend in der Alois-Böck-Turnhalle wieder spannende Kämpfe, die überwiegend auf sehr gutem Niveau standen. Zur Pause führten die Gastgeber bereits mit 14:4. War die anschließende Niederlage von Christian Philipp gegen Marcel Kastner zwar überflüssig, so kam sie aber nicht völlig überraschend. Nicht so recht geglückt ist dagegen der geplante Coup, Dimitar Stoyanov im Greco-Leicht aufzubieten. Der Bulgare, der im freien Stil mit seinen herausragenden Techniken zum Publikumsliebling avanciert ist, konnte im klassischen Stil mit Kevin Schulze wenig anfangen. Zwar gelang ihm noch ein knapper 1:0-Erfolg in Runde eins, die nächsten drei Runden quälte er sich jedoch vergeblich ab und musste dabei drei knappe Niederlagen einstecken. „Ein Versuch war’s wert“, so Abteilungsleiter Philipp. Natürlich weiß man nicht, wie sich Sinan Kurz geschlagen hätte, immerhin gab’s nur ein 3:1 für die Gäste. Wenig begeistert waren die Trostberger nach dem Eklat der vergangenen Saison in Neumarkt über die Schiedsrichterbesetzung: Ghasem Ghassabian (SC Oberölsbach) präsentierte zwar die eine oder andere „Überraschung“, aber insgesamt kann man mit seiner Leistung einigermaßen zufrieden sein. „Da hatten wir schon schwächere Kampfrichter“, meinte Michael Nachreiner, der den Auftaktkampf gegen Janik Rausch mit 3:0 für sich entschied, wobei er in den beiden ersten Runden jeweils erst in der Verlängerung erfolgreich war. Keine Chance hatte Tetik Gökan im Greco-Schwergewicht gegen den über 20 Kilogramm schwereren Steven Schmidt. Schon vor Ablauf der ersten Runde hatte der Rehauer den Trostberger auf dem Kreuz – regelrecht niedergeschwert. Auch das Duell im Greco-Bantam kam nicht in die zweite Runde. Diesmal war es aber mit Mashun Ersayin ein Trostberger, der das bessere Ende für sich hatte. Ersayin ging zunächst in Führung, doch Burak Ucar konnte schnell ausgleichen, ehe der Trostberger seinen Widersacher aus der Kopfklammer heraus nach 1.36 Minuten aufs Blatt legte. Kein Problem stellte im Freistil-Halbschwer Magnus Dülberg für Trainer Schrader dar, der sich in der ersten Runde drei Mal die Oberlage holte und in den beiden folgenden Durchgängen jeweils auch aus dem Stand mit Drei-Punkte-Wertungen erfolgreich war. Am Ende gewann der Ex-Burghauser technisch überlegen und Trostberg führte 11:4. Die Führung baute Tobi Häusl im Freistil-Leicht in drei knappen Runden aus. Imponierend vor allem neben dem Kampfgeist die Nervenstärke von Häusl, der in der zweiten Runde lange zurücklag, ehe er zwei Sekunden vor Schluss den Spieß mit einer Zweierwertung noch umdrehte und damit Dimitri Fichter den entscheidenden, psychologischen „Punch“ versetzte. Philipp war im Greco-Mittel gegen den starken Kastner über drei Runden der bessere und aktivere Mann, konnte aber, wie schon mehrmals in dieser Saison, die Überlegenheit nicht in Punkte ummünzen, weil er seinen Gegner in der angeordneten Bodenlage einfach nicht drehen konnte. Nach der Niederlage von Stoyanov oblag es Johannes Batt im Freistil-Mittel den entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Zielgerade zu machen. Christian Spörl entpuppte sich jedoch als äußerst unangenehmer Gegner. Ging Batt zunächst knapp in Front, sah er sich dank undurchsichtiger Wertungen plötzlich 1:4 hinten, konnte dann nur noch zum 4:4 aufholen und musste dem Gegner die Runde aufgrund der höheren Wertung überlassen. In den folgenden drei Abschnitten ließ Batt dann aber nichts anbrennen und holte sich jeweils ein knappes, aber sicheres 1:0. So hatte Rainer Morasch im Freistil-Welter die Ehre, den Sack endgültig zuzumachen. Nach rund einer Minute klatschte Ghassabian auf die Matte. Auch wenn so mancher Kampfrichter hier keine ausreichende Fixierung von Jiri Kozisek auf der Schulter gesehen hätte, hielten sich die Proteste der Gäste sehr im Rahmen und den Trostbergern konnte es natürlich nur recht sein. So hatte Markus im abschließenden Greco-Welter beim Stand von 22:11 keinerlei Druck. Am Ende unterlag der Trostberger, der die zweite Runde für sich entscheiden konnte, dem Ex-Nürnberger Raul Seoane Ruiz knapp mit 1:3.
TSV Trostberg – RSC Rehau 23:14.
55 kg (F): Michael Nachreiner – Janik Rausch 3:0 (1:0, 3:0, 1:0), 60 kg (G): Mahsun Ersayin – Burak Ucar 4:0 (Schultersieg beim Stand von 5:4), 66 kg (F): Tobias Häusl – Dimitri Fichter 3:0 (1:0, 2:1, 2:0), 66 kg (G): Dimitar Stoyanov –Kevin Schulze 1:3 (1:0, 0:1, 1:2, 0:1), 74 kg (F): Rainer Morasch – Jiri Kozisek 4:0 (Schultersieg beim Stand von 4:0), 74 kg (G): Markus Fischer – Raul Seoane Ruiz 1:3 (0:1, 2:0, 0:2, 0:1), 84 kg (F): Johannes Batt – Christian Spörl 3:1 (4:4, 1:0, 1:0, 1:0) , 84 kg (G): Christian Philipp – Marcel Kastner 0:3 (0:1, 1:1, 0:1), 96 kg (F): Alexander Schrader – Magnus Dülberg 4:0 (Technische Überlegenheit 3:0, 5:1, 5:0)); 120 kg (G): Tetik Gökan – Steven Schmidt 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:4).
MB.

Rainer Morasch legt Jiri Kozisek aufs Blatt...

und bejubelt anschließend seinen Erfolg.
TSV-Ringer haben vierten Sieg in Serie im Visier
Heute um 19.30 Uhr gegen Aufsteiger RSC Rehau – Schüler erwarten Burghausen
Recht erfreulich sieht es aus, das Tabellenbild der Ringer-Bayernliga: Von Platz drei grüßen die Trostberger, sind punktgleich mit dem Zweiten aus Freising und wollen das auch bleiben. Am heutigen Samstag gastiert ab 19.30 Uhr mit dem RSC Rehau einer der beiden Aufsteiger in der Alois-Böck-Turnhalle. Die Rehauer stehen auf Rang sechs, haben bislang einen Sieg verbuchen können und sind als Verein für die Trostberger weitgehend Neuland. Zumindest in der jüngeren Zeit gab es zwischen den beiden Vereinen keine Kämpfe, aber der ein oder andere Athlet des Ring- und Stemmclubs, der 1905 gegründet wurde, kennt den Weg nach Trostberg schon. Wie etwa Greco-Leichtgewichtler Raul Seoane Ruiz, der vor der Saison vom SV Johannis Nürnberg nach Rehau gewechselt ist und zu Oberliga-Zeiten schon öfter mit den Nürnbergern in Trostberg zu Gast war. Allerdings immer in der Landkreishalle und nicht in der Alois-Böck-Turnhalle, die ja bereits vor 14 Tagen beim Heimkampf gegen Freising zum Hexenkessel wurde. Klar, dass die Trostberger Ringer in den anstehenden Heimkämpfen heute gegen Rehau und nächste Woche gegen den ASV Hof, im vergangenen Jahr noch in der 1. Bundesliga, auf ähnlich gute Atmosphäre und viele Zuschauer hoffen. Für den RSC Rehau ist der letztjährige Aufstieg aus der Landesliga Nord die erste Rückkehr in die Bayernliga nach 20 Jahren. Die Staffel von Trainer Roland Kastner ist auf keinen Fall zu unterschätzen, hat aber – wie die meisten Mannschaften in der Bayernliga – natürlich auch ihr Schwachpunkte. Die gilt es aus Trostberger Sicht auszunutzen. Insgesamt dürften die Gastgeber etwas ausgeglichener besetzt sein und gehen nach drei Siegen in Folge auch als Favorit in den Kampf. Aufpassen muss in der Eingangsklasse Michael Nachreiner: Gegen den starken Janik Rausch bedarf es schon einer sehr konzentrierten Leistung. Im Greco-Bantam sollte für Mashun Ersayin diesmal ein Erfolg möglich sein, sind doch Burak Ucar oder Patrick Schulze bislang noch nicht als großer Favoritenschreck in Erscheinung getreten. Tobi Häusl sollte im Freistil-Leicht gegen Dimitri Fischer ebenfalls einen Sieg einfahren können, interessant wird mit Sicherheit das Duell im Greco-Leicht zwischen Sinan Kurz und Kevin Schulze. Kurz war ja schon letzte Woche nahe dran an einer Überraschung, ehe er kurz vor Schluss noch das Nachsehen hatte. Rainer Morasch, der sich bislang als absolute Verstärkung präsentiert hat, geht im Freistil-Welter mit Vorteilen gegen Jiri Kozisek ins Rennen, sollte aber nicht leichtsinnig agieren, denn der Rehauer hat seine Klasse auch schon nachgewiesen. Offen ist das Duell im Greco-Welter zwischen Markus Fischer und Seoane Ruiz. In den Mittelgewichten ist auf Trostberger Seite Johannes Batt der Mann, der im freien Stil die Punkte sichern soll, dagegen ist im griechisch-römischen Stil Gäste-Kapitän Marcel Kastner eine Bank. Je nachdem, wie die Trostberger Aufstellung ausfällt, kann auch in den beiden oberen Gewichtsklassen gut gepunktet werden, wobei im Greco-Schwergewicht der Rehauer Steven Schmidt, eigentlich ein Freistil-Liebhaber, nur schwer zu knacken sein dürfte. „Wir werden auf jeden Fall wieder unsere beste Aufstellung ins Rennen schicken. Vielleicht können wir sogar eine Überraschung präsentieren“, sagt Abteilungsleiter Christian Philipp. Bereits um 18.30 Uhr geht der Abend in der Alois-Böck-Turnhalle richtig los. Da erwarten die Schüler des TSV Trostberg die Alterskollegen vom SV Wacker Burghausen und hoffen dabei auf ein Erfolgserlebnis.
MB.

Diesmal will Mashun Ersayin, beim Heimkampf gegen Freising ohne echte Chance, den Ton angeben.
Dritter Erfolg in Serie für Trostbergs Ringer
25:14 beim ASV Neumarkt – Mit geschlossener Mannschaftsleistung auf Platz drei
Trostbergs Bayernliga-Ringer in der Erfolgsspur: Mit 25:14 beim ASV Neumarkt feierte die Mannschaft von Trainer Alexander Schrader bereits den dritten Sieg in Serie und kletterte vor den beiden Heimkämpfen gegen Rehau und Hof in der Tabelle auf Platz drei. „Alle haben sich reingehauen, man sieht einfach, dass das Training von Alex Schrader Früchte trägt“, freut sich Abteilungsleiter Christian Philipp über die Leistungen seiner Mannschaftskameraden. Zur Pause lagen die Trostberger gar mit 18:0 in Front, ehe die Neumarkter zeigten, dass auch sie mithalten können. Könnten die Oberpfälzer alle Klassen besetzen, würden sie vermutlich eher ganz oben mitringen anstatt gegen den Abstieg zu kämpfen. Die Mannschaftsaufstellung der Gäste war einmal mehr der erste Schritt auf dem Weg zum Sieg. Erst am Mittwoch hatte Schrader beschlossen in den beiden unteren Gewichtsklassen umzustellen. Und so musste Mashun Ersayin fünf Kilo abkochen. „Das hat er super hinbekommen. Respekt“, zollte Philipp Lob. Die ersten vier Punkte gingen also kampflos auf das Konto der Gäste, ehe Schrader im Greco-Schwergewicht den starken Günther Sprockhoff in drei Runden sicher im Schach hielt und immer im entscheidenden Augenblick punkten konnte. Mit deutlicher Überlegenheit im Standkampf und drei Rollen besiegte Michael Nachreiner Nachwuchstalent Manuel Schmid im Greco-Bantam ganz sicher und auch Johannes Batt ließ gegen Thomas Kreml im Freistil-Halbschwer nicht anbrennen. Beinangriffe, Rollen und Punkte in der Zone brachten Batt einen Überlegenheitssieg. Auf der Matte konnte Tobi Häusl gegen Weltergewichtler Armin Prantl nur eine Runde holen, aber weil der Trainer der Neumarkter das Gewichtslimit um sechs Kilogramm verfehlte, gingen die Punkte an Trostberg. Gegen Alexander Reimann begann Philipp im Greco-Mittel sehr druckvoll und konnte auch die beiden ersten Runden jeweils mit 2:0 für sich entscheiden. Reimann auch in der Folge nur mit dem Rückwärtsgang unterwegs, aber am Ende doch Sieger, weil dem Trostberger zusehends die Kräfte schwanden und er den Neumarkter nicht mehr drehen konnte. „Da war der Philipp richtig blau“, urteilte der Abteilungsleiter über seinen physischen Zustand. Den Kampf des Abends schlechthin hätte Sinan Kurz im Greco-Leicht gemacht, wenn er nicht 20 Sekunden vor Ablauf der vierten Runde in einen Kopfzug von Sascha Klein geraten wäre, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Trostberger nach Siegen in den Runden zwei und drei noch mit 1:0 geführt – der Erfolg war also zum Greifen nah. Und auch im Freistil-Mittel ging es hoch her: Rainer Morasch dominierte gegen Tobias Schmid dank seiner Spezialtechniken die ersten beiden Runden nach Belieben, ehe sich Schmid in Runde drei auf den Gegner eingestellt hatte, einen überraschenden Konter fuhr und Morasch mit einem tollen Ausheber kurzzeitig auf die Matte legte. „Der eine oder andere Kampfrichter haut da schon mal drauf“, erklärte Philipp, doch Robert Reitmeir war der Ansicht, dass Morasch nicht fixiert wurde. Der ehemalige Freisinger besorgte das dann aber in Runde vier seinerseits, als er Schmid entschlossen schulterte. Die verbleibenden beiden Kämpfe im Welter gingen an die Hausherren: Im freien Stil opferte sich Jakob Rottenaicher gegen Ivan Dobrev und im letzten Kampf des Abends konnte Markus Fischer gegen Michael Schmid nur die erste Runde gewinnen. Philipp: „Wegen der Meisterschule in Stuttgart kann Markus halt nicht trainieren und dann geht ihm eben die Puste aus. Wir sind ja froh, dass er sich überhaupt zur Verfügung stellt und Gewicht macht.“
ASV Neumarkt – TSV Trostberg 14:25.
55 kg (F): Neumarkt unbesetzt – Mahsun Ersayin 0:4 (kampflos), 60 kg (G): Manuel Schmid – Michael Nachreiner 0:3 (0:2, 0:2, 0:2), 66 kg (F): Armin Prantl – Tobias Häusl 0:4 (Übergewicht), 66 kg (G): Sascha Klein – Sinan Kurz 4:0 (Schultersieg beim Stand von 3:0, 1:2, 1:4, 4:1), 74 kg (F): Ivan Dobrev – Jakob Rottenaicher 4:0 (Schultersieg beim Stand von 6:0, 7:0, 7:0), 74 kg (G): Michael Schmid – Markus Fischer 3:1 (1:2, 6:0, 2:0, 3:0), 84 kg (F): Tobias Schmid – Rainer Morasch 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:6, 0:8, 6:5, 3:3), 84 kg (G): Alexander Reimann – Christian Philipp 3:2 (0:2, 0:2, 1:0, 1:0, 1:0), 96 kg (F): Thomas Kreml – Johannes Batt 0:4 (Technische Überlegenheit 0:2, 0:3, 0:7); 120 kg (G): Günther Sprockhoff – Alexander Schrader 0:3 (0:1, 0:1, 1:1).
MB.

Rainer Morasch landete in Neumarkt wie die Woche zuvor gegen Freising einen Schultersieg.
Trostberger Ringer mit breiter Brust nach Neumarkt
Vorjahreserfolg wiederholen – Siege in den unteren Gewichtsklassen wahrscheinlich
Nach zwei Siegen in Folge fahren Trostbergs Bayernliga-Ringer am heutigen Samstag mit breiter Brust nach Neumarkt. Den ASV Neumarkt als Lieblingsgegner zu bezeichnen wäre allerdings mehr als vermessen, denn in der jüngeren Vergangenheit taten sich die Trostberger mit den Oberpfälzern stets schwer. So auch im vergangenen Jahr als sich die Neumarkter in Trostberg mit 20:18 durchsetzen konnten, die Mannschaft von Alexander Schrader dann aber im Rückkampf in Neumarkt mit 22:20 die Oberhand behielt. Diesen Erfolg wollen die Trostberger heute um 19.30 Uhr wiederholen. In die aktuelle Saison ist der ASV Neumarkt denkbar schlecht gestartet, denn zum Auftakt setzte es gleich eine 0:36-Niederlage gegen den TV Traunstein, ehe man auch in Freising mit 18:24 das Nachsehen hatte. Erst am vergangenen Samstag gelang ein hauchdünner 20:19-Erfolg gegen Aufsteiger RSC Rehau. Jetzt wollen natürlich auch die Neumarkter um Trainer Armin Prantl nachlegen. Prognosen zur Aufstellung sind extrem schwer, denn bislang hat Prantl stets kräftig an den Stellschrauben gedreht. Muss er auch, denn die Neumarkter, die kürzlich ihre zweite Mannschaft wegen Personalmangels abmelden mussten, sind nicht ganz frei von Sorgen. Manuel Schmid, in der letzten Saison von Michael Nachreiner klar besiegt, muss sozusagen zwei Klassen abdecken, denn die Neumarkter konnten im bisherigen Saisonverlauf eine der beiden unteren Gewichtsklassen nicht besetzen. Bei den Gästen sind dagegen Nachreiner und Mashun Ersayin, die sich durchaus abwechseln können, gesetzt. Im günstigsten Fall könnten die Trostberger also hier gleich zwei Siege einfahren. Auch im Freistil-Leicht sollte Tobi Häusl am Ende gegen Sascha Klein die Nase vorne haben und im Greco-Leicht könnte Sinan Kurz ebenfalls die Punkte mitnehmen, denn weder Alexander Seitz noch Prantl selbst haben bislang das Gewicht gebracht. Sollten die Trostberger tatsächlich in den vier unteren Gewichtsklassen erfolgreich sein, stünde einem Gesamtsieg wohl nichts mehr im Weg. Gespannt darf man sein, wie sich Rainer Morasch im Freistil-Welter gegen den Bulgaren Ivan Dobrev schlägt und auch im Greco-Welter sind die Hausherren mit Michael Schmid gut besetzt. Doch Markus Fischer ist ebenfalls in guter Form und könnte durchaus die eine oder andere Runde mitschreiben. Johannes Batt sollte im Freistil-Mittel sowohl gegen Thomas Kreml als auch gegen Tobias Schmid keine Probleme bekommen, ich Greco-Mittel dürfte Christian Philipp auf Alexander Reimann treffen, dem er im vergangenen Jahr knapp unterlegen ist. Doch der Trostberger Abteilungsleiter befindet sich in einer sehr guten Verfassung und könnte da den Spieß auch umdrehen. Nicht in die Karten schauen lassen wollen sich die Gäste in den beiden oberen Gewichtsklassen: Schrader und Tetik Gökan können ja hier wechseln: Einer von beiden wird dann auf Siegringer Günther Sprockhoff treffen, der sich vergangene Woche gegen Rehaus Schwergewichtler nicht behaupten konnte, allerdings brachte Steven Schmidt auch 25 Kilogramm mehr als Sprockhoff auf die Waage. Trostbergs Schülermannschaft muss am heutigen Samstag beim AC Wals ran und wird dort voraussichtlich einen schweren Stand haben.
MB.

Christian Philipp will auch in Neumarkt mit ganzem Einsatz vorangehen.
Glorreicher Sieg nach grandioser Leistung
Trostberger Ringer stürzen Freising 22:19 – Bester Heimkampf seit Jahren
Das war der beste Heimkampf seit vielen Jahren und grandiose Werbung für den Ringsport – wo immer man auch nach dem Trostberger 22:19 gegen den gestürzten Bayernliga-Tabellenführer SpVgg Freising sein Ohr hatte, Zuschauer, Fans und Verantwortliche waren voll des Lobes über die „herausragende Mannschaftsleistung“ und den „phänomenalen Kampfgeist.“ Egal ob am Ende Sieger oder doch Geschlagener – die Trostberger Ringer präsentierten sich am Samstag vor gut 200 Zuschauern in der Alois-Böck-Turnhalle als echte „Kampfschweine“, die keinen Zentimeter Matte freiwillig hergaben. Zu dem tollen Ringerabend trug freilich auch der Gegner aus Freising bei, der sich ebenfalls in sehr guter Verfassung zeigte und mit einer bärenstarken Mannschaft nach Trostberg kam. So wehrte sich Christian Zacherl in der Eingangsklasse gegen Michael Nachreiner nach Kräften, konnte aber Rollen, Beinangriffe und Beinschrauben nicht verhindern, so dass der Trostberger schließlich nach einer starken dritten Runde als technisch überlegener Sieger hervorging. Gleich in der ersten Runde setzte Tetik Gökan gegen den ins Greco-Schwer aufgerückten Routinier Richard Schuhböck (45) mit einem feinen Heber und anschließender Rolle ein Ausrufezeichen. Von den folgenden drei Runden konnte Schuhböck nur eine für sich entscheiden und so führten die Gastgeber nach zwei Kämpfen mit 7:1. Doch nun schickten die Freisinger ihre zuverlässigsten Ringer ins Rennen: Mashun Ersayin erntete im Greco-Bantam trotz seiner klaren Niederlage gegen Kyrillos Poutakidis vor allem dank seines Kampfgeistes in Runde drei viel Beifall und Alexander Schrader zeigte Peter Kalman mit raffinierten Beinangriffen immer wieder seine Grenzen auf, doch am Ende setzte sich die physische Überlegenheit des Ungarn knapp durch, wobei der Trostberger Trainer sich nicht in allen Situationen mit den Entscheidungen des guten Kampfrichters Robert Reitmeir (Aichach) einverstanden zeigte. Mit 8:8 ging es in den fünften Kampf zwischen Tobi Häusl und Ecevit Kilic im Freistil-Leicht. Der Freisinger wirkte in der ersten Runde etwas cleverer und holte sich zwei Einser, doch im zweiten Durchgang drehte Häusl den Spieß um, ehe er durch eine Platzwunde am Kopf in Runde drei gestoppt wurde. So konnte sich der konditionell schwer angeschlagene Kilic wieder ein wenig erholen, doch in zwei packenden Runden machte Häusl unter tosendem Applaus den Sack zum 3:2-Sieg doch noch zu. Einen Schreck bekamen die Trostberger Fans, als Christian Philipp im Greco-Mittel gleich nach wenigen Sekunden in die gefährliche Lage geriet, fast geschultert wurde und sich mit letzter Kraft befreien konnte. In folgenden vier Runden war der Trostberger Abteilungsleiter aber in einem leidenschaftlich geführten Kampf stets Chef auf der Matte und musste sich nur noch einmal drehen lassen. Eine erwartete Niederlage musste im Greco-Leicht Sinan Kurz gegen den baumlangen Christopher Mayer einstecken, der jede Runde mit einem verkehrten Ausheber beenden konnte, wobei Kurz im Standkampf seine Qualitäten zeigte und wacker dagegenhielt. Vor den letzten drei Kämpfen führte nun plötzlich Freising mit 16:14, doch Johannes Batt brachte mit einem spannenden Drei-Rundensieg gegen den sehr guten Oliver Straub seine Farben im Freistil-Mittel wieder in Front. Und dann folgte der große Auftritt von Rainer Morasch gegen den Ex-Reichenhaller Simon Zaiska: Die erste Runde war nicht noch nicht mal zur Hälfte beendet, als er Zaiska am Oberkörper belastete und ihn mit einem Beinsteller direkt in die gefährliche Lage brachte, aus der er ihn nicht mehr entkommen ließ. Danach gab‘s kein Halten mehr – die Halle tobte, schließlich war beim Stand von 21:16 der Sieg in trockenen Tüchern. Dennoch ließ sich auch Markus Fischer im abschließenden Greco-Welter gegen Seriensieger Patrik Kratzer nicht lumpen. Bei einer Rolle des Freisingers verschaffte er sich mit einem Übersteiger gleich mal Respekt und fortan ließ es Kratzer deutlich vorsichtiger angehen und holte sich den Sieg nur mit ganz knappen Rundenergebnissen. Auch Trostbergs Schüler hatten Grund zum Jubel: Im dritten Kampf gab es den ersten Sieg. Der fiel mit 20:19 gegen Berchtesgaden zwar hauchdünn aus, doch mit zwei „Löchern“ in der Aufstellung ist es halt auch schwer. Die Siege für Trostberg holten Justin Nejgum, Vanessa Seehuber, Dominik Bock, Maxi Dietz und Oliver Zizler.
TSV Trostberg – SpVgg Freising 22:19.
55 kg (F): Michael Nachreiner – Christian Zacherl 4:0 (Technische Überlegenheit 3:0, 3:0, 9:1), 60 kg (G): Mashun Ersayin – Kyrillos Poutakidis 0:4 (Technische Überlegenheit 0:7, 0:5, 0:3), 66 kg (F): Tobi Häusl – Ecevit Kilic 3:2 (0:2, 2:0, 0:1, 1:0, 3:1), 66 kg (G): Sinan Kurz – Christopher Mayer 0:4 (Technische Überlegenheit 1:7, 0:7, 1:4), 74 kg (F): Rainer Morasch – Simon Zaiska 4:0 (Schultersieg beim Stand von 4:0), 74 kg (G): Markus Fischer – Patrik Kratzer 1:3 (3:0, 0:1, 0:1, 0:1), 84 kg (F): Johannes Batt – Oliver Straub 3:0 (1:0, 4:1, 3:0), 84 kg (G): Christian Philipp – Eugen Dirbach 3:2 (0:6, 3:0, 0:1, 2:0, 1:0), 96 kg (F): Alexander Schrader – Peter Kalman 1:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:2); 120 kg (G): Tetik Gökan – Richard Schuhböck 3:1 (3:0, 1:0, 0:1, 1:1).
MB.

Mit seinem dramatischen Fünf-Rundensieg gegen Ecevit Kilic gehörte Tobi Häusl zu den Trostberger Matchwinnern.

Trainer Alexander Schrader (links) kann seine Emotionen nach dem Schultersieg für Rainer Morasch (rechts) gegen Simon Zaiska nicht verbergen.
Trostberger Ringer wollen Tabellenführer stürzen
Heute um 19.30 Uhr gegen Freising – Schüler erwarten TSV Berchtesgaden
Auf geht’s zur dritten Runde in der Ringer-Bayernliga. Am heutigen Samstag erwartet der TSV Trostberg, gestärkt durch den Derbysieg am vergangenen Wochenende in Traunstein, den aktuellen Tabellenführer SpVgg Freising. „Den Freisinger wollen wir ein Bein stellen“, hofft Abteilungsleiter Christian Philipp auf einen Erfolg ab 19.30 Uhr in der Alois-Böck-Turnhalle. Die Freisinger, die sich vor der Saison mit dem Bad Reichenhaller Simon Zaiska und Eugen Dirbach vom ESV München Ost verstärkt haben, konnten ihre beiden Auftaktkämpfe gewinnen. In Runde eins gab es 24:13 gegen Aufsteiger RSC Rehau und am vergangenen Samstag ein 24:18 gegen den ASV Neumarkt. Die Leistungsträger der Domstädter sind Bantam-Gewichtler Kyrillos Poutakidis, Leichtgewichtler Ecevit Kilic, Weltergewichtler Patrick Kratzer, Mittelgewichtler Richard Schuhböck und Schwergewichtler Peter Kalman. Fünf ganz starke Ringer also, von denen wohl keiner so leicht zu besiegen sein wird. Insofern wird es heute wieder sehr darauf ankommen, dass auf Seiten der Trostberger die Siege klar ausfallen und die Niederlagen knapp. Bei den Hausherren könnte in etwa die Mannschaft auflaufen, die sich in Runde eins den starken Oberölsbachern beugen musste. Ob Dimitar Stoyanov, der in Traunstein dabei war, ebenfalls am Start ist, war bis zum gestrigen Freitag noch nicht sicher. Ebenfalls noch nicht fix ist der Einsatz von Markus Fischer, der ja wegen einer Studienreise der Meisterschule in Traunstein passen musste und eigentlich auch diesmal noch verhindert wäre. „Kann sein, dass Markus die Reise vorzeitig abbricht, um gegen Freising auf die Matte gehen zu können“, hofft Philipp, der mit Trainer Alexander Schrader wieder an der Aufstellung getüftelt hat. Nach seinem guten Auftritt in Traunstein steht auch ein Einsatz von Jakob Rottenaicher zur Disposition. Ob als Alternative zu Sinan Kurz im Greco-Leicht oder ob mit Kurz, hängt natürlich davon ab, ob Fischer rechtzeitig in Trostberg eintrifft und natürlich auch das Gewicht bringt. Favorisiert sind auf Seiten der Gastgeber Michael Nachreiner, der es in der Klasse bis 55 Kilogramm im freien Stil mit Christian Zacherl zu tun bekommt, Weltergewichtler Rainer Morasch, Johannes Batt und Schrader. Für Morasch, der ja in der vergangenen Saison noch für Freising auf die Matte gegangen ist, gibt es ein Wiedersehen mit den alten Sportskameraden. Der ehemalige Hallbergmooser wird höchstwahrscheinlich auf Zaiska treffen, der bislang noch ohne Erfolg für seinen neuen Club geblieben ist, der allerdings auch ganz starke Gegner hatte. Ob Batt im Mittelgewicht oder im Halbschwer antreten wird, hängt davon ab, ob Stoyanov ringen kann. Folglich bekommt es Batt entweder mit Schuhböck oder Michael Pauli zu tun – unabhängig vom Gegner wird es ein Kampf der Generationen, denn Schuhböck und Pauli feierten schon ihre ersten Siege, als Batt noch nicht einmal auf der Welt war. Falls Batt ins Halbschwer aufrückt, müsste Schrader im Schwergewicht gegen Kalmann ran. Der 24-jährige Hüne aus Ungarn, der es im Juniorenbereich auch auf internationale Einsätze gebracht hat, wäre in diesem Fall aber der Favorit. Allerdings ist ja auch Schrader mit allen Wassern gewaschen. Schwer wird es für Mashun Ersayin im Bantam gegen Poutakidis, der seine beiden bisherigen Kämpfe jeweils technisch überlegen gewonnen hat. Tobi Häusl, der auf Kilic treffen wird, ist durch einen Schulter- und einen Überlegenheitssieg des Gegners ebenfalls gewarnt und auch der Gegner von Rottenaicher oder Kurz hat schon zwei Siege auf dem Konto: Christopher Mayer profitierte dabei aber einmal vom Übergewicht seines Gegners. Fischer bekäme es im Greco-Welter mit Kratzer zu tun, der zwei Punktsiege auf seinem Konto hat und Philipp müsste gegen Dirbach ran, der einmal gewonnen und einmal verloren hat. Der Abteilungsleiter müsste sein Duell wohl gewinnen, wenn die Hausherren den Tabellenführer schlagen wollen. Bereits um 18.30 Uhr erwartet Trostbergs Schülerstaffel, die in Traunstein nicht vollzählig antreten konnte, die Alterskollegen aus Berchtesgaden.
MB.

Beinschraube gefällig? Johannes Batt möchte heute wieder mit dem Gegner Spaß haben.
Trostberg gewinnt spannendes Ringerderby
20:15 vor 250 Zuschauern beim TV Traunstein – Gute Stimmung und gute Kämpfe
Spannende und gutklassige Kämpfe sahen die 250 Zuschauer beim Ringer-Klassiker zwischen dem TV Traunstein den TSV Trostberg, den die Gäste am Samstagabend in der Franz-Eyrich-Halle mit 20:15 gewannen und so den ersten Saisonsieg in der jungen Bayernligasaison einfuhren. Beide Seiten überraschten mit versierten Aufstellungsvarianten, galt es doch auf Traunsteiner Seite das beruflich bedingte Fehlen von Thomas Dandl zu kompensieren, während bei den Gästen Markus Fischer ebenfalls aus beruflichen Gründen fehlte. Und so war der Einsatz von Dimitar Stoyanov, der eigens aus Bulgarien angereist war, letztlich für den Trostberger Erfolg ausschlaggebend. „Entscheidend für uns war, dass Alexander Schrader und Johanes Batt ihre Kämpfe glatt gewonnen haben, sonst wäre es eng geworden“, erklärte Abteilungsleiter Christian Philipp angesichts der nicht einkalkulierten Schulterniederlage von Tobi Häusl gegen den ins Weltergewicht aufgerückten Stanislaw Dziopak Den Auftaktkampf in der Klasse bis 55 kg entschied Michael Nachreiner gegen Nachwuchsmann Edurad Hill bereits in der zweiten Runde mit einer Zange, aus der es für Hill keine Entrinnen gab und im Greco-Schwergewicht setzte sich Trainer Schrader gegen Alexander Vakalov in drei Runden als der aktivere Ringer durch, dem mit einem Schlüpfer in Runde zwei die einzige technische Wertung gelang. Dagegen blieb Mashun Ersayin bei seiner knappen 0:3-Niederlage gegen Ilja Vorobev im Greco-Bantam etwas unter seinen Möglichkeiten. „In meinen Augen hatte Mashun etwas zu viel Angst vor einem Fehler“, so Philipp. Eine Augenweide war dagegen der Kampf im Freistil-Halbschwer zwischen den beiden Kraftpaketen Vitali Zeleznjak und Batt – ein Duell auf hohem physischen und technischen Niveau, das der Trostberger glatt für sich entschied. Hatte Häusl die erste Runde im Freistil-Leicht gegen Dziopak mit 0:1 knapp verloren, so war er in Runde zwei am Drücker, als der 46-jährige Mattenfuchs eiskalt konterte den Trostberger am Boden mit einem Kopfzug erwischte und auf die Schultern legte. „Bitter für Tobi, aber klasse gemacht von Dziopak“, befand Philipp, der sich nach der Pause einen harten Fight mit Alexej Patalaschko liefert, den er trotz leichter Überlegenheit nicht drehen konnte. Letztlich entschieden Philipp und Schrader dem Traunsteiner den Kampf mit einem punktlosen 1:0 zu überlassen, um kein Risiko einzugehen. Eine gute Leistung lieferte anschließend Jakob Rottenaicher im Greco-Leicht gegen Christoph Huber bei seiner 2:3-Niederlage ab, Stoyanov kam im Freistil-Mittel gegen Dandl-Ersatz Andre Singer in Runde zwei zu einem Aufgabesieg und danach hatte Rainer Morasch dank seiner gekonnten Beinangriffe im Freistil-Welter mit Benjamin Felder keine Mühe, ehe er ihn in Runde zwei schultern konnte. Trostberg schraubte damit den Stand vor dem letzten Kampf auf uneinholbare 20:11 und so war die Niederlage von Sinan Kurz im abschließenden Greco-Welter gegen Oldie Klaus Haslberger nicht so tragisch. „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten gerungen. Die Ausfälle waren heute gegen eine starke Gästemannschaft nicht zu verkraften. Aber die Moral und der Zusammenhalt in der Mannschaft passen“ sagte Traunsteins sportlicher Leiter Markus Brandstätter. Gästetrainer Schrader lobte den guten Kampfabend und sah seine Aktivposten in Rottenaicher und Batt. Besonders freute er sich über die Leistungen der jungen Ringer auf beiden Seiten. Trostbergs Schülermannschaft konnte im Vorkampf nur sechs Ringer stellen und unterlag so mit 0:36. Auf der Matte setzten sich Justin Nejgum, Domink Bock und Maxi Dietz durch.
TV Traunstein – TSV Trostberg
55 kg (F): Eduard Hill – Michael Nachreiner 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:6, 0:2), 60 kg (G): Ilja Vorobev – Mashun Ersayin 3:0 (1:0, 1:0. 1:0), 66 kg (F): Stanislaw Dziopak – Tobias Häusl 4:0 (Schultersieg beim Stand von 1:0, 4:0), 66 kg (G): Christoph Huber – Jakob Rottenaicher 3:2 (3:0, 1:5, 1:0, 1:3. 1:0), 74 kg (F): Benjamin Feldner – Rainer Morasch 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:6, 0:6), 74 kg (G): Klaus Haslberger – Sinan Kurz 4:0 (Technische Überlegenheit 5:0, 2:0, 5:0), 84 kg (F): Andre Singer – Dimitar Stoyanov 0:4 (Aufgabesieg beim Stand von 0:6, 0:0), 84 kg (G): Alex Patalaschko – Christian Philipp 1:0 (1:0, 1:0, 0:1, 1:0), 96 kg (F): Vitali Zeleznjak - Johannes Batt 0:3 (0:1, 3:4, 0:1); 120 kg (G): Alexander Vakalov – Alexander Schrader 0:3 (0:1, 0:1, 0:1).
MB.
Heute Ringer-Klassiker beim TV Traunstein
TSV Trostberg heiß auf den ersten Auswärtssieg – Gastgeber Tabellenführer
Die Ringer-Duelle zwischen dem TV Traunstein und den TSV Trostberg sind immer heiß. Auch wenn die Zeiten, in denen stets über 1000 Zuschauer die Vergleiche der beiden Lokalrivalen sehen wollten, längst Jahrzehnte zurückliegen, so herrscht in beiden Lagern vor so einem Duell doch immer noch eine ganz besondere Spannung. Die wird sich am heutigen Samstag ab 19.30 Uhr in der Traunsteiner Franz-Eyrich-Halle entladen. Ein kleines Derby gibt es bereits ab 18.30 Uhr vorab, wenn sich die Nachwuchsmannschaften aus beiden Lagern am ersten Kampftag der Schülergrenzlandliga gegenüberstehen. Bei den Nachwuchskräften gehen die Traunsteiner als letztjähriger Vizemeister als Favorit auf die Matte, beim Bayernligakampf sind die Rollen eher verteilt. Und natürlich halten es beide Seiten mit Lady Gaga und setzen hinsichtlich der Aufstellung ihr Pokerface auf. „Es kann natürlich auf einen einzigen Kampf hinauslaufen, der die Entscheidung bringt“, weiß Trostbergs Abteilungsleiter Christian Philipp, der zusammen mit Trainer Alexander Schrader in der vergangenen Woche nach der bestmöglichen Aufstellungsvariante gesucht hat. In beiden Lagern gibt es freilich nicht allzu viele Stellschrauben, an denen man drehen könnte, denn sowohl bei den Traunsteinern als auch bei den Trostbergern ist der Kader überschaubar. So kann man davon ausgehen, dass es Michael Nachreiner in der Eingangsklasse mit Nachwuchsmann Ilja Vorobev zu tun bekommt und dass es im Greco-Bantam zum Kampf der Generationen kommt, dürfte doch hier Trostbergs Nachwuchstalent Mashun Ersayin auf Routinier Stanislaw Dziopak treffen. In dem einen Duell ist Nachreiner Favorit, in dem anderen Dziopak. Auf Sieg gesetzt ist bei den Trostbergern im Freistil-Leicht Tobi Häusl, der wohl auf Christoph Huber treffen wird, im Greco-Leicht ist bei den Traunsteinern die Frage, ob Mathias Reuß, der in Neumarkt das Gewicht nicht gebracht hat, diesmal regulär antreten kann. Auf Trostberger Seite ist Sinan Kurz gesetzt. Beim 36.0 in Neumarkt – der Gegner trat nur mit acht Mann an – haben die Traunsteiner in den Weltergewichten Benjamin Feldner und Routinier Klaus Haslberger aufgeboten, auf Trostberger Seite werden hier wohl Rainer Morasch und Markus Fischer zum Einsatz kommen. Morasch sollte sich im freien Stil durchsetzen können, im griechisch-römischen Stil sind die Gastgeber favorisiert. Für die Mittelgewichte stehen bei den Trostbergern wieder Johannes Batt und Christian Philipp parat, bei den Hausherren sind hier Thomas Dandl und der Alex Patalaschko gesetzt. Patalaschko ist einer von drei Ex-Trostbergern, die in den oberen Gewichtsklassen für Traunstein auf die Matte gehen. Vor der Saison stieß Freistil-Experte Vitali Zeleznjak aus Bad Reichenhall noch zu den Traunsteinern und im Schwergewicht wird Alexander Vakalov antreten. „An den Tabellenstand nach dem ersten Kampftag könnten wir uns gewöhnen“ meint Traunsteins Abteilungsleiter Hartmut Hille ironisch: Steht der TVT doch durch seinen „Zu-Null-Sieg“ vom vergangenen Wochenende gegen den ASV Neumarkt auf dem Platz eins, während die Trostberger ja mit einer 14:21-Niederlage gegen Oberölsbach in die Saison gestartet sind. Das Saisonziel beider Mannschaft ist indes ziemlich ähnlich, denn letztlich zählt für beide Mannschaften vordringlich der Klassenerhalt. Hille: „In der schwierigen Liga bleibt es dabei, dass wir unsere ganze Kraft darauf setzen, nicht abzusteigen. Hier bleiben wir realistisch.“
MB.

Sinan Kurz möchte heute in Traunstein kräftig zupacken. (mb-presse.de)
SC Oberölsbach eine Nummer zu groß
14:21-Niederlage der Trostberger Bayernliga-Ringer vor 200 Zuschauerm
Für einen sehr warmen Spätsommertag war die Kulisse von über 200 Zuschauern beim Ringer-Auftakt in Trostberg sehr beachtlich. Die Fans sahen in der Alois Böck-Turnhalle beherzte Bayernliga-Kämpfe, nach denen die Gäste vom SC Oberölsbach mit 21:14 als Sieger von der Matte gingen. Der Umzug aus der Landkreishalle in die Alois Böck-Turnhalle war für die Stimmung jedenfalls ein großer Gewinn. Wie die Ringer auf der Matte gaben die frenetischen Fans der Gäste, die zwei dicke Trommeln mitgebracht hatten, meistzeitlich den Ton an - in der auf zwei Drittel reduzierten Halle, war’s jedenfalls mächtig laut und wenn die Lichttechnik noch perfektioniert wird, dann könnte die „neue“ Heimstadt der Ringer im Laufe der Saison zu einem echten Hexenkessel werden, in dem freilich die Hausherren die Musik spielen wollen. Dass es gegen die Oberölsbacher schwer werden würde, war von Anfang an klar, vor allem weil die Gäste gleich in den ersten drei Kämpfen mit richtigen Krachern auftrumpfen konnten. So ließ der Bulgare Nikaly Dobrev in der Eingangsklasse dem Trostberger Michael Nachreiner, der Jahr für Jahr zu den besten Punktsammlern seiner Mannschaft zählt, nicht den Hauch einer Chance und legte den Trostberger Mitte der dritten Runde auf die Schultern. Tetik Gökhan musste im Greco-Schwergewicht gegen den ausgebufften Matthias Geitner und gegen einen Gewichtnachteil von knapp sieben Kilogramm ankämpfen – ein Unterfangen, das ihm von Runde zu Runde schlechter gelang, aber immerhin konnte er noch die technische Überlegenheit seines Gegners abwehren. Im Greco-Bantam wehrte sich Mashun Ersayin gegen SC-Neuzugang Alexander Fröhlich hervorragend, im Boden war Fröhlich aber eindeutig der besser Mann und nahm dann auch den „Vierer“ mit, ehe Trainer Alexander Schrader mit einer konzentrierten Leistung im Freistil-Halbschwer gegen Patrik Fanderl für die ersten Trostberger Punkte sorgte. Mit einem nie gefährdeten 3:0 gegen Martin Kölbl reduzierte Tobi Häusl im Freistil-Leichtgewicht den Pausen-Rückstand auf 6:11, doch mit Kampf Nummer sechs zogen die Gäste auf 15:6 davon. Hatte Christian Philipp dem Ex-Nürnberger Sebastian Krieger im Greco-Mittel noch die ersten drei Punkte abgenommen, so geriet er nach einer Schleuder in die gefährliche Lage, aus der er sich nicht mehr befreien konnte. „Meines Erachtens hätte der Kampfrichter hier noch nicht abklatschen dürfen“, ärgerte sich Philipp, doch Konrad Rankl aus Mietraching hatte es anders gesehen. Sehr gut wehrte sich Sinan Kurz im Greco-Leicht gegen Michael Gottschalk, wobei der Oberölsbacher eigentlich nur die Flüchtigkeitsfehler von Kurz zu Aktionen nutzen konnte. Seine Extraklassen demonstrierte mal wieder Johannes Batt im Freistil-Mittel gegen Sergey Kurilin, den die Trostberger überhaupt nicht auf dem Schirm hatten. Am Ende stand für Batt eine technische Überlegenheit zu Buche, obwohl Kurilin im Boden außergewöhnlich stabil war. Zwei sehr farbige Kämpfe dann zum Abschluss in den Weltergewichten: Neuzugang Rainer Morasch bot mit seinen spektakulären, aber nicht ungefährlichen Griffaktionen gegen Hermann Kern viel Unterhaltungswert und auch Markus Fischer konnte im griechisch-römischen Stil gegen Jürgen Fürst gute Ansätze zeigen. Holte Morasch mit 19:10 Punkten (!) einen 3:0-Erfolg, so musste Fischer eine 1:3-Niederlage einstecken.
TSV Trostberg – SC Oberölsbach 14:21.
55 kg (F): Michael Nachreiner – Nikolay Dobrv 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:6, 0:8, 0:4), 60 kg (G): Mashun Ersayin – Alexander Fröhlich 0:4 (Technische Überlegenheit 0:6, 0:7, 0:1), 66 kg (F): Tobias Häusl – Martin Kölbl 3:0 (3:0, 1:0, 1:0), 66 kg (G): Sinan Kurz – Michael Gottschalk 0:3 (0:1, 0:3, 0:1), 74 kg (F): Rainer Morasch – Hermann Kern 3:0 (8:5, 7:3, 4:2), 74 kg (G): Markus Fischer – Jürgen Fürst 1:3 (0:4, 0:3, 2:0, 0:1), 84 kg (F): Johannes Batt – Sergey Kurilin 4:0 (Technische Überlegenheit 6:0, 2:0, 8:0), 84 kg (G): Christian Philipp – Sebastian Krieger 0:4 (Schulterniederlage beim Stand von 3:4), 96 kg (F): Alexander Schrader – Patrik Fanderl 3:0 (2:0, 4:0, 2:1); 120 kg (G): Tetik Gökan – Mattias Geitner 0:3 (0:1, 0:3, 0:6).
MB.

Mit feinen Techniken und viel Power besiegte Johannes Batt den Oberölsbacher Sergey Kurilin überlegen. (mb-presse.de)
134 junge Ringer beim Tom-Kirchner-Gedächtnisturnier
Anger, Traunstein und Linz stellen je fünf Sieger - Trostberg mit vier mal Edelmetall
Anger/ Trostberg (awi). Mit 134 jungen Ringern ist am Samstag das Tom-Kirchner-Gedächtnisturnier in der Aufhamer Schulturnhalle über die Bühne gegangen. Die jungen Ringer zeigten in dem fünf Stunden dauernden Turnier dabei überwiegend gute Leistungen. Auf der Matte kämpften eine Reihe von Medaillengewinnern bei Bayerischen Meisterschaften. Auch Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften waren dabei. Der Ausrichter SC Anger stellte mit 25 Teilnehmern das größte Kontingent an Ringern vor dem TV Feldkirchen Westerham (13) und dem TV Traunstein (12). Anger, Traunstein und der der österreichische Vertreter SK Vöst Linz stellte die meisten Einzelsieger (jeweils Fünf) und waren auch in der Vereinswertung in der Reihenfolge am Erfolgreichsten vor den dahinter liegenden Nachwuchsringern der Bundesligisten SV Untergriesbach und SV Siegfried Hallbergmoos. Obwohl einige Klassen vereinzelt trotz der Zusammenlegung der Jahrgänge A/ B-Jugend (Jahrgänge 1994- 1997) und C/ D-Jugend (Jahrgänge 1998 – 2001) recht dünn besetzt waren, gab es doch bei den zahlenmäßig stark besetzten Klassen in der C/ D Jugend 13 Teilnehmer in der Klasse – 31 kg, 12 Teilnehmer in der Klasse – 38 kg und 10 Teilnehmer in der Klasse – 34 kg. Der TSV Trostberg ging mit 10 Aktiven an den Start. Gold holten kampflos Engin Cetin (C/D-Jugend, - 63 kg) und Jakob Rottenaicher (A/B-Jugend - 69 kg) mit einem starken Auftritt bei dem er auch dem St. Wolfganger Alexander Urban im Finale keine Chance lies. Justin Nejgum (E-Jugend, -25 kg) und Ramona Anzer (C/D-Jugend - 27 kg) holten Bronze. Das Trostberger Trainertrio Gustl Nachreiner, Markus Lackner und Michael Nachreiner zeigten sich mit den Leistungen überwiegend zufrieden. Eine ähnliche Stimmungslage herrschte auch bei Kampfrichterobmann des Bezirks Georg Handl vor. Mit sieben Kampfrichtern (Georg Handl und Rudi Kropf/ Anger, Mathias Laue/ Berchtesgaden, Andreas Maier/ Burghausen, Petar Stefanov und Christian Pribil/ Traunstein, Vladimir Zubkov/ Wals) konnte der Wettkampf auch von dieser Seite her neben einer guten Ausrichtung des SC Angers gut über die Bühne gebracht werden.
Ergebnisse:
E-Jugend:
- 21 kg (3): Thomas Eibl (Vigaun), 2. Patrik Taran (Burghausen), 3. Moritz Weinert (Anger). - 23 kg (3): 1. Hamsat Raschapow (Linz), 2. Martin Rettenbacher (Vigaun), 3. Jakob Fritsch (Anger). - 25 kg (10): 1. Rizvon Khakimov (Linz), 2. Philipp Bart (Anger), 3. Justin Nejgum (Trostberg), 4. Evelyn Schmelz (Anger), 5. Alexander Seiwald (Vigaun), 6. Luca Römer (Anger). - 27 kg (3): 1. Nikita Alles (Burghausen), 2. Benedikt Kurz (St. Wolfgang), 3. Severin Golshani (Feldkirchen). - 29 kg (4): 1. Beisangur Musajev (Linz), 2. Garry Klier (Untergriesbach), 3. Niklas Lommer (Feldkirchen), 4. Matthias Pastätter (Anger). - 34 kg (1): 1. Selimchan Musajev (Linz), - 42 kg (1): 1. Deni Magomadow (Salzburg).
C/ D Jugend:
- 25 kg (3): 1. Jonas Lenz (Untergriesbach), 2. Michael Warmedinger (St. Wolfgang), 3. Victor Flach (Feldkirchen). - 27 kg (6): 1. Tom Berger (Anger), 2. Ibragim Isaev (Salzburg), 3. Ramona Anzer (Trostberg), 4. Martin Bauer (Anger), 5. Franz Fröhlich (Anger), 6. Verena Wimmer (Berchtesgaden). - 29 kg (5): 1. Quirin Oppenrieder (Feldkirchen), 2. Tobias Einsiedler (Traunstein), 3. Tobias Küpper (Berchtesgaden), 4. Jannis Ditsche (Hallbergmoos), 5. Patrick Zimmermann (Berchtesgaden). - 31 kg (13): 1. Otto Madejczyk (Unterföhring), 2. Magomed Arsaev (Linz), 3. Ben Wittenzellner (Traunstein), 4. Sebastian Kless (Anger), 5. Achmed Arsaev (Linz), 6. Alexander Stieben (Feldkirchen). - 34 kg (10): 1. Jakob Rosenauer (Vigaun), 2. Luca Zeiser (Traunstein), 3. Lukas Hager (Anger), 4. Vanessa Seehuber (Trostberg), 5. Niklas Jung (Hallbergmoos), 6. Peter Nußreiner (St. Wolfgang). - 38 kg (12): 1. Rasul Raschapow (Linz), 2. Abkhan Khakimov (Linz), 3. Achmed Wiskaev (Linz), 4. Arlind Muslija (Hallbergmoos), 5. Abu-baschir Yusupov (Salzburg), 6. Manuel Zimmermann (Berchtesgaden). - 42 kg (8): 1. Markus Bauer (Hallbergmoos), 2. Alexander Wimmer (Berchtesgaden), 3. Alois Gmur (Berchtesgaden), 4. Sebastian Greissl (St. Wolfgang), 5. Regina Hagelauer (Anger), 6. Fabian Mettner (Anger). - 46 kg (2): 1. Simon Öllinger (Traunstein), 2. Germanus Kettl (Feldkirchen). - 50 kg (2): 1. Leon Anfang (Traunstein), 2. Dalambek Makaev (Salzburg). - 54 kg (1): 1. Christian Weinert (Anger). - 58 kg (2): 1. Justin Czehan (Untergriesbach), 2. Imran Makhtiyev (Salzburg). - 63 kg (1): 1. Engin Cetin (Trostberg).
A/ B Jugend:
- 34 kg (3): 1. Andreas Bauer (Anger), 2. Andreas Walbrun (Hallbergmoos), 3. Tobias Gregor (Oberölsbach). - 38 kg (3): 1. Dominik Ratz (Burghausen), 2. Johannes Lenz (Untergriesbach), 3. Franz Kern (Anger). - 42 kg (3): 1. Artur Tatarinov (Traunstein), 2. Kevin Klier (Untergriesbach), 3. Nico Karl (Feldkirchen). - 46 kg (4): 1. Eduard Tatarinov (Traunstein), 2. Manuel Striedl (Hallbergmoos), 3. Anian Golshani (Feldkirchen), 4. Matthias Frantz (Burghausen). - 50 kg (6): 1. Matthias Eckart (Anger), 2. Julian Gebhard (Hallbergmoos), 3. Robert Seiwald (Vigaun), 4. Nikloas Siegling (Oberölsbach), 5. Michael Grasser (St. Wolfgang), 6. Sebastian Stadler (Anger). - 54 kg (4): 1. Johannes Steinberger (Untergriesbach), 2. Jakob Jung (Hallbergmoos), 3. Andreas Schapuwalow (Untergriesbach), 4. Eduard Hill (Traunstein). - 58 kg (9): 1. Alexander Fröhlich (Oberölsbach), 2. Ilja Vorobev (Traunstein), 3. Felix Baumgartner (Anger), 4. Erik Wagner (Trostberg), 5. Oliver Zitzler (Trostberg), 6. Mario Herzog (Traunstein). - 63 kg (5): 1. Benedikt Argstatter (Anger), 2. Umar Jakubov (Linz), 3. Marius Makamul (Berchtesgaden), 4. Jewjenij Stieben (Feldkirchen), 5. Arthem Slepow (Burghausen). - 69 kg (5): 1. Jakob Rottenaicher (Trostberg), 2. Alexander Urban (St. Wolfgang), 3. Manuel Berger (Hallbergmoos), 4. Stefan Maier (Untergriesbach), 5. Matthias Frauenlob (Anger). - 76 kg (1): 1. Tim Wittenzellner (Traunstein). - 100 kg (1): 1. Andrej Maltschukowski (Burghausen).
Vereinswertung:
1. SC Anger (25 Teilnehmer), 2. TV Traunstein (12), 3. SK Vöst Linz (10), 4. SV Untergriesbach (9), 5. SV Siegfried Hallbergmoos (11), 6. TV Feldkirchen (13), 7. SV Wacker Burghausen (9), 8. TSV Trostberg (10), 9. SU Vigaun (6), 10. Olympic Salzburg (8), 11. TSV St. Wolfgang (8),12. TSV Berchtesgaden (8), 13. SC Oberölsbach (3), 14. SC Isaria Unterföhring (2).

Sie wurde Dritte beim Tom-Kirchner-Gedächtnisturnier in Anger: Ramona Anzer, die bei den Buben in der Gewichtsklasse - 27 kg unter sechs Teilnehmern Bronze holte. Drei weitere Trostberger ringen holten Edelmetall, Jakob Rottenaicher und Engin Cetin Gold, Justin Nejgum Bronze.
Junge Ringer aus dem Bezirk behaupten sich in Unterföhring
Vanessa Seehuber vom TSV Trostberg siegt
Trostberg/ Unterföhring (awi). Das 32. Andi-Walter-Gedächtnisturnier in Unterföhring ging am Ostersamstag mit 346 Ringern aus 49 Vereinen als das größte bayerische Ringerturnier über die Bühne. Die Nachwuchsringer aus der Region konnten wieder vorne mitmischen. Der TSV Trostberg war dieses mal nur mit sechs Ringern angetreten. Am Erfolgreichsten zeigte sich Vanessa Seehuber, die in der Gewichtsklasse - 32 kg den ersten Platz holte. Die weiteren TSV-Ringer konnten nicht ganz an den Erfolg anschließen, weshalb sich das Trainerduo Gustl Nachreiner/ Markus Lackner nicht ganz zufrieden zeigte. Nur Justin Negjum (- 23 kg) konnte noch mit dem 3. Platz Bronze holen.
Die Platzierungen der Vereine aus dem Bezirk Inn-Chiem im Einzelnen:
D/ E Jugend:
21 kg (6 Teilnehmer): 6. Patrik Taran (SV Wacker Burghausen). 23 kg (5): 3. Justin Negjum (TSV Trostberg). 25 kg (9): 8. Jan Walter (SV Wacker Burghausen). 27 kg (15): 1. Tom Berger (SC Anger), 13. Lorenz Hagenauer (SC Anger). 29 kg (14): 1. Tobias Einsiedler (TV Traunstein). 31 kg (15): 3. Ben Wittenzellner (TV Traunstein), 11. Sebastian Kless (SC Anger), 12. Florian Maier (SC Anger). 34 kg (11): 2. Philipp Schrag (TV Traunstein). 54 kg (2): 1. David Kramer (SC Anger).
B/ C Jugend:
31 kg (12): 2. Hannes Stadler (SC Anger). 34 kg (13): 5. Dominik Bock (TSV Trostberg), 11. Lukas Hager (SC Anger). 38 kg (22): 1. Artur Tatarinov (TV Traunstein), 20. Roman Koch (SC Anger). 42 kg (19): 1. Eduard Tatarinov (TV Traunstein), 3. Maxi Pöschl (SC Anger). 50 kg (14): 2. Michael Klouceck (SC Anger), 9. Leon Anfang (TV Traunstein). 54 kg (10): 6. Eduard Hill (TV Traunstein), 7. Sebastian Stadler (SC Anger). 58 kg (13): 10. Julius Halser (SV Wacker Burghausen). 63 kg (9): 5. Artem Slepow (SV Wacker Burghausen). 80 kg (2): 1. Günter Mauermaier (SV Wacker Burghausen).
A Jugend:
50 kg (6): 4. Matthias Eckart (SC Anger). 54 kg (13): 2. Ilja Vorobev (TV Traunstein), 6. Oliver Zitzler (TSV Trostberg), 10. Stefan Wuchterl (SV Wacker Burghausen). - 63 kg (7): 1. Benedikt Argstatter (SC Anger), 5. Mahsun Ersayn (TSV Trostberg). 69 kg (12): 5. Tim Wittenzellner (TV Traunstein), 11. Tobias Dahl (TSV Trostberg).
Weibliche Jugend:
32 kg (6): 1. Vanessa Seehuber (TSV Trostberg). 49 kg (6): 2. Sabrina Heyer (SV Wacker Burghausen). 61 kg (8): 3. Theresa Edfelder (SC Anger).
Vereinswertung:
1. KSV Götzis (23 Teilnehmer), 2. SC Isaria Unterföhring (25), 3. MZK Banovce nad Bebravou (27), 5. A.C. Wals (15), 6. SC Anger (14), 7. KG Vigaun/ Abtenau (15), 8. TV Traunstein (9), 17. SV Wacker Burghausen (8), 22. TSV Trostberg (6).

Sie zeigte in Unterföhring eine gute Leistung: Vanessa Seehuber vom TSV Trostberg holte in der Gewichtsklasse - 32 kg den 1. Platz unter sechs Teilnehmerinnen.
Junge Trostberger Ringer stark
Viele Medaillenplätze beim "Donau-Cup" in Untergriesbach
Trostberg/ Untergriesbach (awi). Starker Auftritt der Trostberger Nachwuchsringer: Beim international renomierten "Donau-Cup" in Untergriesbach wurden die jungen Ringer in der Vereinswertung Vierter unter dreiundzwanzig teilnehmenden Vereinen. Insgesamt waren 126 Nachwuchsringer aus Bayern, Tschechien, Ungarn und Österreich auf der Matte. Bei den Trostbergern, bei denen potentielle Medaillenringer wie Oliver Zitzler, Mahsun Ersayn und Jakob Rottenaicher fehlten, ragte Dominik Bock (- 34 kg) mit vier Schultersiegen heraus, die verdient die Goldmedaille bedeuteten. "Dominik hat super gekämpft" freute sich Betreuer Gustl Nachreiner. Auch der junge Justin Nejgum (- 23 kg) setzte sich unter sechs Teilnehmern durch und wurde Erster. was auch Benedikt Rothe (- 25 kg) in der nächst höheren Gewichtsklasse gelang. Gold holte sich auch Tobias Dahl (- 69 kg). Erik Wagner (- 58 kg) erkämpfte sich Bronze. Wie gewohnt ohne Scheu vor dem "starken Geschlecht" wurden Ramona Anzer (- 27 kg) und Vanessa Seehuber (- 31 kg) jeweils Viertplatzierte. Für die Trostberger und die teilnehmenden Burghausener Nachwuchsringer war das Turnier eine gute Standortbestimmung, bevor am Ostersamstag das bayernweit mit am Stärksten besetzte Andi-Walter-Turnier in Unterföhring wartet.
Ergebnisse:
E-Jugend:
- 23 kg (6 Teilnehmer): 1. Justin Nejgum (TSV Trostberg), - 25 (2): 1. Benedikt Rothe (TSV Trostberg).
C/D-Jugend:
- 25 kg (3): 1. Erwin Kobsar (SV Wacker Burghausen), - 27 kg (7): 4. Ramona Anzer (TSV Trostberg), 7. Philipp Wert (SV Wacker Burghausen), - 31 kg (7): 4. Vanessa Seehuber (TSV Trostberg), - 34 kg (12): 1. Dominik Bock (TSV Trostberg), 10. Malik Gökduman (TSV Trostberg), --38 kg (11): 9. Fabian Rinio (TSV Trostberg), - 54 kg (2): 2. Julius Halser (SV Wacker Burghausen).
A/ B-Jugend:
- 38 kg (6): 1. Dominik Ratz (SV Wacker Burghausen), - 58 kg (5): 3. Erik Wagner (TSV Trostberg), - 63 kg (5): 5. Artem Slepow (SV Wacker Burghausen), - 69 kg (2): 2. Tobias Dahl (TSV Trostberg).
Vereinswertung:
1. RC Bergsteig Amberg, 2. SV Untergriesbach, 3. A.C. Wals, 4. TSV Trostberg, 10. SV Wacker Burghausen.

Er zeigte in Untergriesbach beim "Donau-Cup" eine starke Leistung: Dominik Bock vom TSV Trostberg (links) belegte in der Gewichtsklasse - 34 kg nach vier sicheren Schultersiegen einen überlegenen 1. Platz.
Saisonziel übertroffen: Ringer werden Dritter
TSV-Athleten gewinnen in Freising 21:17 – Schrader und Gökan überraschen
Die Bayernliga-Ringer haben ihr Saisonziel am letzten Kampftag übertroffen: Nach dem anvisierten Klassenerhalt gelang am Samstag mit dem 21:17-Sieg bei der SpVgg Freising der Sprung auf Platz drei im Endklassement. Damit ist die Staffel von Trainer Alexander Schrader die beste Mannschaft hinter den beiden „Überfliegern“ Anger und Bindlach.
„Es ist Vieles ganz anders gekommen, als wir es uns ausgerechnet hatten“, kommentierte Abteilungsleiter Christian Philipp das sportliche Geschehen in Freising und spielte damit zum einen auf die überraschenden Siege von Alexander Schrader gegen den bis dato ungeschlagenen Peter Kalman und von Tetik Gökan gegen Wolfgang Stork an, meinte damit aber auch die nicht einkalkulierten Niederlagen von Markus Fischer gegen Patrick Kratzer und von Tobias Häusl gegen Stephan Manuel Schöpperle. Ungeachtet seiner eigenen Leistung kürte Schrader Gökan zum Matchwinner: „Für mich ist Tetik der Mann des Kampfes.“
Die Trostberger erwischten es taktisch recht gut, denn in der Eingangsklasse konnte Mashun Ersayin gleich mal kampflos vier Punkte einstreichen, ehe Schrader im Freistil-Schwergewicht gegen den ungarischen U 23-Doppelmeister auf die Matte musste und mit einem Beinangriff zum 1:1 die erste Runde gewann. In den nächsten beiden Runden hatte Kalman jeweils knapp die Nase vorne, ehe Schrader zurückschlug und sich Runde vier mit 3:2 holte. Im fünften Durchgang trumpfte der Ex-Burghauser richtig auf, brachte einige Beinangriffe durch und sicherte sich den Abschnitt dank eines Konters mit 5:3. „Du bist schon auch ein Esel. Daheim machst du es in neun Sekunden und hier gehst du über fünf Runden“, veräppelte Philipp den völlig ausgepumpten Coach, dessen Handschrift vor allem in der zweiten Saisonhälfte deutlich zu sehen war. „Er hat uns nach vorne gebracht“, freute sich Philipp über die gelungene Verpflichtung von Schrader und vergaß dabei nicht, den Fans zu danken: „Unseren treuen Zuschauern und Sponsoren gilt mein Dank. Ohne sie könnten wir nicht in dieser Liga ringen. Es würde mich freuen, wenn möglichst Viele zu unsere Weihnachtsfeier am 17. Dezember nach Deisenham kommen würden.“
Einen starken Auftritt hatte auch Michael Nachreiner, der gegen den ehemaligen Bundesligaringer Ecevit Kilic nicht viel zuließ, aber selbst auch nicht punkten konnte. Beim Stand von 7:5 für die Gäste musste Gökan im Greco-Halbschwer gegen Stork unbedingt punkten. Und das gelang dem taktisch hervorragend eingestellten Trostberger nach verlorener erster Runde sicher. Gökan kontrollierte den Kampf und kam zu drei knappen, aber sicheren 1:0-Erfolgen. Auf verlorenen Posten stand Robert Freisler im Greco-Leicht gegen Christopher Mayer, doch in Runde drei gelang dem Trostberger ein blitzsauberer Kopfzug – nur mit größter Not entkam Mayer noch und gewann technisch überlegen.
Beim Stand von 10:10 war es an Johannes Batt, die Gäste wieder in Führung zu bringen: nicht ganz so souverän wie in den letzten Kämpfen gelang Batt ein 3:0-Erfolg, wobei er sich bei einer brenzligen Situation in Runde zwei energisch wehren musste. Für den erneuten Gleichstand sorgte Schöpperle, der Häusl in drei Runden besiegte, ehe Philipp die Gäste gegen Oldie Michael Pauli wieder mit einem 3:1 in Front brachte. Eine starke Leistung!
Nach einem 3:0 in Runde eins, als er Kratzer abfing, musste Fischer im Greco-Welter eine 1:3-Niederlage hinnehmen und so stand es vor dem letzten Kampf 17:17. Für die Trostberger gleichbedeutend mit einem Sieg, schließlich stand ja noch Dimitar Stoyanov im Freistil-Welter parat, der in seiner unnachahmlichen Art Christian Hennerfeind über die Matte trieb, ihm Punkt um Punkt abknöpfte, ehe er ihn in Runde drei aufs Blatt legte.
SpVgg Freising – TSV Trostberg 17:21. 55 kg (G): Freising unbesetzt – Mashun Ersayin 0:4 (kampflos), 60 kg (F): Ecevit Kilic – Michael Nachreiner 3:0 (1:0, 3:0, 1:0), 66 kg (G): Christopher Mayer – Robert Freisler 4:0 (Technische Überlegenheit 7:0, 6:0, 7:3), 66 kg (F): Stephan Manuel Schöpperle – Tobias Häusl 3:0 (1:0, 1:0, 4:0), 74 kg (G): Patrick Kratzer – Markus Fischer 3:1 (0:3, 4:0, 3:0, 1:0), 74 kg (F): Christian Hennerfeind – Dimitar Stoyanov 0:4 (Schultersieg beim Stand von 0:6, 0:6, 0:3), 84 kg (G): Michael Pauli – Christian Philipp 1:3 (0:2, 0:3, 3:1, 0:1), 84 kg (F): Oliver Straub – Johannes Batt 0:3 (1:3, 4:7, 1:3), 96 kg (G): Wolfgang Stork – Tetik Gökan 1:3 (1:0, 0:1, 0:1, 0:1), 120 kg (F): Peter Kalman – Alexander Schrader 2:3 (1:1, 1:0, 3:2, 2:3, 3:5).

Tetik Gökan (rechts) war im Hinkampf gegen Peter Kalman ohne Chance, am Samstag gewann Gökan gegen Wolfgang Stork und Kalman hatte gegen Alex Schrader das Nachsehen.